1.8.2018 Boldt Castle – 1000 Islands

Im Sankt Lorenz River gibt es einen Bereich, der sich The Thousand Islands nennt. Hier sind im ganzen Fluss verteilt unzählige Inseln. Es ist ein Paradies für Outdoor-Urlauber und Wassersport. Besonders erwähnenswert ist Heart-Island, auf welcher George C. Boldt, der Eigentümer des Waldorf-Astoria, um 1900 begonnen hat ein Chateau für seine Frau Louise zu errichten. Geld hat dabei keine Rolle gespielt. Boldt hat nicht nur für seine Frau, sondern auch für seine zwei Kinder auf der Insel ein eigenes Spielschlößchen mit Kegelbahn und Spielzimmern errichtet.


Louise Boldt ist jedoch 1904 gestorben, woraufhin ihr Gatte die Bauarbeiten komplett einstellen ließ. Über 300 Arbeiter verloren von einem Tag auf den anderen ihre Arbeit. Das Schloss war noch nicht ganz fertig. Boldt soll die Insel nie wieder betreten haben. In der folgenden Zeit sind die schon vorhandenen Gebäude 70 Jahre lang leer gestanden und wurden durch das Wetter und Vandalen beschädigt bis sich ein Verein der Insel und des Schlosses angenommen und es renoviert hat. Heute ist es eine Touristenattraktion, die jährlich mehr als eine Million Besucher anzieht.

Die Insel sowie die ganze Region der 1000 Islands ist ein Traum. Hier könnte man ewig mit dem Boot herumfahren und immer wieder neue Ecken entdecken. Das Schloss auf Heart Island ist zum Teil wieder hergerichtet und sehr schön. Wenn man sich vorstellt hier zu leben, in der Früh mit Blick aufs Wasser aufzuwachen, ein gutes Buch zu lesen, zu dinieren…sicher traumhaft. Fast so schön wie bei - uns zu Hause 😉


Übrigens hat der Präsident der Singer Sewing Machine Company um 1900 ebenfalls ein Jagdschloss auf der sogenannten Dark Island errichten lassen, das man heute besichtigen kann. Wir sind noch nicht ganz schlau geworden inwieweit das mit den Vorarlberger Singer Nähmaschinen zusammenhängt... 


Auch The Thousand Islands ist auf jeden Fall ein Ort, an dem man sehr viel Zeit verbringen könnte und den wir uns für eventuelle zukünftige Reisen merken.


Weiter geht’s zu den Niagara Falls!

So viele schöne Fleckchen auf Heart-Island - man weiß gar nicht was zuerst hochladen...

Der Tower für Elektrizität und die Wasserpumpen.

Sogar ein Pool war bei Baubeginn um 1900 schon miteingeplant...

Genießen und Entspannen...

31.7.2018 Montreal Richtung Ottawa

Das Westin in Montreal haben wir nur ungern verlassen – sauber, großes Badezimmer, beruhigende Musik im Zimmer – herrlich! Aber Ottawa hat auf uns gewartet. Die Hauptstadt von Kanada hatten wir eigentlich überhaupt nicht eingeplant. Aber es hat sich rentiert. Auf dem Parliament Hill sind drei monumentale Gebäude platziert, die nur von außen schon herrlich anzusehen sind. Da die Besucheranzahl täglich mit 2.500 Tickets begrenzt ist, um die sich die Besucher täglich ab 9:00 streiten dürfen, haben wir gegen 12:00 Uhr natürlich keines mehr ergattert. 


Jedoch konnten wir den Wachwechsel bei einem Kriegerdenkmal original mit Dudelsack verfolgen. Wir haben eine weitere sehr schöne Kirche besichtigt und unsere Wurstbrote mit Marmorkuchen und Erdbeeren und Banane im Major´s Hill Park zum Mittag gegessen. Mehr als zwei Stunden waren wir insgesamt nicht in Ottawa. Den Kinden war es eh zu heiß, was man an deren Lust zu laufen und Laune deutlich gespürt hat. 


Wir fuhren dann noch zur öffentlich zugänglichen Residenz des General Gouverneurs. Diese – aktuell eine Frau – repräsentiert die englische Königin in Kanada. Alex ist auf dem Weg dahin eingeschlafen, also sind wir dann gleich weitergefahren nach Gananoque – unserem Ziel für eine Nacht. 

Hier wurden wir überrascht von einem tollen Haus mit geschmackvoll eingerichteten großen und hohen Zimmern, King-Size-Betten und am nächsten Morgen einem schmackhaften Frühstück mit extra Egg-Station: Ken der ehemals querschnittgelähmte und sehr nette Koch hat alle möglichen Eierspeisen, Pfannkuchen etc. auf Wunsch zubereitet. Johanna hat am Abend endlich wieder mal Querflöte geübt – das steht jetzt wieder öfter auf dem Plan. 


Alexander hat es geschafft, sein verheiltes Knie wieder aufzuschlagen…Wettrennen mit Johanna auf einem Schotterweg…in solchen Fällen ist am nächsten Tag das Laufen meistens sehr schwierig und er möchte am liebsten überall hingetragen werden. Nachdem im Frühstückzimmer allerdings ein Tischfußballtisch stand, konnte Alexander bald wieder selber problemlos laufen – zu unserem Glück! 


Ottawa und das Hotel in Gananoque sind Destinationen, für die wir nächstes mal jedenfalls mehr Zeit einplanen würden. Wer weiß…

Beim Frühstücken haben wir "lustige" Drehsessel entdeckt...und ausprobiert

Aufwiedersehen Westin...

...mit dem coolen Pool

Der Parliament Hill in Ottawa

Springbrunnen mit Feuer auf dem Parliament Hill zwischen den Parlamentsgebäuden

Central Building - Parlament

Chateau Laurier - eines der ersten Gebäude dieser Art in Ottawa - ein Hotel

Die Kinder nach Ottawa - fix und foxi - war aber auch spät am Abend zuvor.

29./30.7. Montreal

Wenn man nach Montreal kommt, begrüßen einen erst mal zahlreiche Baustellen. Gebaut wird neben, unter und ober den bestehenden Straßen – unglaublich. Vor dem Einchecken im Hotel sind wir nach Mount Royal gefahren und haben das Saint Joseph's Oratory besichtigt. Ein enorm beeindruckendes Kirchengebäude, das Ziel zahlreicher Pilger ist. Die Kirche wurde auf Bestreben von Pater André, der 2010 heilig gesprochen wurde, lediglich mit finanziellen Mitteln von Gönnern gebaut. Angefangen hat er mit einem einfachen Verschlag auf dem Mount Royal, in dem er Messen abgehalten hat. Pater André war jahrelang Portier in einem Kloster und hat sich dabei immer Zeit genommen, mit den Menschen über Gott und ihre Krankheiten und Probleme gesprochen. Dabei hat er ihnen empfohlen zum heiligen Joseph zu beten und hat auch selber für sie gebetet. Zahlreiche Heilungen wurden ihm bald nachgesagt. Sein Ruf als von Gott gesegneter Heiler hat sich immer weiter herumgesprochen, so dass die Menschen von weit her zu ihm gekommen sind. 


Die Kirche besteht heute aus zahlreichen Räumen und Gebäuden, der Gruft von Pater André, einem Museum zu seiner Person und einer wunderschönen Parkanlage mit Statuen zum Kreuzweg. Es gibt auch einen eigenen Raum, in dem man Bittkerzen anzünden kann, und in dem eine Vielzahl an Hakenstecken hängt von Menschen, die durch Pater André bzw. das Beten in der Kirche geheilt worden sind. 

In der Kirche hatte ein Besucher die Impertinenz einen Apfel zu essen, nachdem wir unseren Kindern gesagt haben, dass es erst draußen Wasser gibt. Gerhard hat das natürlich entsprechend kommentiert… soviel französisch kann er schon


…noch zu erwähnen ist, dass wir im Metro (Lebensmittelgeschäft) unglaublich gute Blätterteig-Apfelstangen gekauft haben. Sie haben geschmeckt wie die, die man zu Hause kriegt 😉

  

Beim Einchecken im Westin Hotel Montreal, das übrigens in der Rue St. Antoine liegt, waren wir erst mal beeindruckt von der Halle zum Vorfahren. Von der Straße aus sieht man eine Hauswand, wenn man vor das Hotel rein fährt, kommt man in eine riesige überdachte Vorhalle. Über dem Eingangsbereich in das Hotel ist der Indoor Pool mit Glasboden, von dem man also direkt runter sieht. Gerhard und Johanna haben das natürlich ausprobiert und waren schwer beeindruckt – aber es war auch ein komisches Gefühl aus der Höhe runterzuschauen…


Den Abend haben wir noch genutzt für einen ersten Spaziergang in der Stadt. Sie ist weiter gehalten als Québec, womit ich meine, dass zumindest die Altstadt flacher ist und nicht so verwinkelte Gassen und Straßen vorzufinden sind. Außerdem ist das Thema England – Frankreich bzw englisch – französisch hier präsenter als zuvor in Rimouski oder Québec, die beide doch sehr französisch-lastig sind. In Montreal gibt es außerdem ein komplettes Untergrundnetz mit Einkaufsgeschäften, Cafes, Galerien und dazwischen immer wieder U-Bahn-Stationen. Da unser Hotel ziemlich zentral lag, haben wir alles zu Fuß zurück gelegt. Wir haben im Moment am Handy einen Schrittzähler, durch den die Kinder motiviert werden. Haben wir mehr als 10.000 Schritte zurück gelegt, dürfen sie am Abend noch Tablet spielen 😉


Am Montag, der übrigens ein sehr guter Tag für das Erkunden einer Stadt ist, sind wir erst mal in den Untergrund…keine Sorge, nur zum Frühstücken und um uns die Geschäfte anzuschauen. Dabei haben wir einen Riesenumweg gemacht, bis wir zur Notre-Dame de Montréal-Kirche gekommen sind, die unser Ziel war. Das haben wir aber erst am Abend gemerkt 😊.


Vor die Notre Dame Kirche in Montreal, könnte man sich hinsetzen und ewig dieses imposante Gebäude mit seinen zwei in den blauen Himmel ragenden Seitentürmen bewundern. Innen drinnen ist die Kirche noch schöner. Vor allem die separate Kapelle mit ihren Holzverkleidungen strahlt so viel Ruhe und Positives aus, das es eine Freude ist drinnen zu sein. Leider durfte man diese nicht photografieren. 


Montreal hat sehr viele alte große Gebäude, einen schönen Marktplatz, den alten Hafen mit Marktständen, einer Tyrolienne (Zipline – Seilrutsche), einem Klettergarten und zahlreichen Hüpfburgen. Noch dazu gibt es ein Labyrinth, in dem wir eine Stunde lang vier „Schätze“ suchen mussten. So viel gelaufen sind wir vermutlich noch nie, wie in diesem Labyrinth – aber die Kinder waren motiviert und begeistert. 


Das chinesische Viertel haben wir auch angeschaut. Es gibt zwei chinesische Tore, die rein und wieder aus dem Viertel rausführen und alles ist chinesisch angeschrieben. Man könnte hier sicher auch sehr gut chinesisch essen und einkaufen. Ein paar Personen haben mitten im Lärm der Fußgängerzone auf einem Platz Yoga gemacht und sich von nichts aus der Ruhe bringen lassen. Alexander ist wieder mal überall hinaufgestiegen und rumgeklettert wo das möglich war. Während Johanna das ab und zu auch noch gerne macht, lässt Alexander diesbezüglich am liebsten nichts aus…

  

Nicht zu vergessen unsere Besichtigung des Château Ramezay. Das ist ein historisches Gebäude in Montreal, wurde im Jahr 1705 als Gouverneursresidenz erbaut und gehört zu den ältesten erhalten gebliebenen der Stadt. Zur Freude Johannas waren hier die Audio-Erklärungen auch auf deutsch! Sie hört sich dann auch wirklich immer alles an und findet es meistens sehr interessant.

Auf dem Balkon des Saint Joseph´s Oratory

Brunnen im Saint Joseph´s Oratory

Alex hüpfte die Treppe von Saint Joseph´s Oratory zum Parkplatz ;-)

historische Gebäude

Johanna im Pool mit Blick nach unten in die Lobby

Der Brunnen bei Nacht in der Untergrund-City

Wir haben in Montreal mehr Kutschen gesehen als in Wien

Notre Dame von Montreal

Tor zu Chinatown

Alexander posiert cool vor zwei Feuerwehrautos

Alter Hafen von Montreal mit Vergnügungsmeile, Klettergarten und Hüpfburgen

Johanna im Chateau Ramezay

28. Juli

Québec

Québec ist nicht nur eine Provinz Kanadas, sondern auch eine eigene Stadt, deren Bild vor allem durch die Altstadt (Vieux-Québec) geprägt ist. 


Unser Hotel, das Chateau Laurier, lag sehr nah bei der Zitadelle und nur wenige Gehminuten von einem der Stadtore zur Altstadt. Johanna war überglücklich, dass es wieder mal einen Innenpool gab und wäre am liebsten den ganzen Tag dort geblieben - zu unserem Glück war das Wasser allerdings relativ kalt...

Begonnen haben wir unsere Québec-Tour mit einem Besuch der Zitadelle, einem Fort an der Nähe der Mündung des Sankt Lorenz-Stroms. Früher war es wichtig, um die Amerikaner daran zu hindern, den Fluss zu überqueren und Kanada zu erreichen. Heute ist es die Unterkunft des Königlichen 22. Regiments und der traditionelle Nebensitz des Generalgouverneurs von Kanada. Wir haben uns dort den Wachwechsel angesehen - in der brütenden Hitze mehr als eine Stunde...die armen Soldaten haben uns grad leid getan. Etwas aufgelockert hat die ganze Angelegenheit das Maskottchen des Regiments - die Ziege Batisse - und die Marschkapelle des Regiments. Im Museum war viel von der Geschichte, den Einsätzen der Soldaten des Regiments (zB 1. und 2. Weltkrieg, Irak, Afghanistan,...), ihren Auszeichnungen, den Waffen etc. ausgestellt. Die Aufbereitung der Sachen war jedoch großteils sehr traditionell gehalten und für unsere Kinder nicht so geeignet. Also haben wir uns relativ zügig auf den Weg in die Stadt gemacht.


Die Stadtmauer von früher rund um da alte Québec ist zum Teil noch erhalten und auch eines von den vier Stadttoren. Wir sind diese entlang spaziert, haben einen Spielplatz gefunden und die Stadt erkundet. Mittag gegessen haben wir auf Empfehlung im "Les trois garcons" - Lachstartar, Burger, Lachs-Salat und Chicken mit Pommes. Es hat ausgezeichnet gemundet :-)


Die Stadt selber besteht aus gepflasterten Straßen, vielen traditionellen Häusern und ist voll von kleinen Geschäften. Es gibt einen grünen McDonalds, ein Weihnachtsgeschäft, das ganzjährig offen hat und zahlreiche Galerien mit wirklich tollen Kunstwerken, die man sich jederzeit zu Hause aufstellen könnte. Straßenkünstler sind - wie bis dato in vielen Städten - immer wieder zu sehen. Außerdem gibt es Kinderschminken, es werden Luftballontiere gemacht (sowas fällt einem auf mit Kindern...), Eisstände, jede Menge Kaffees und Restaurants. Québec hat sehr viel Charme mit seinen kleinen Gässchen und den Gebäuden. Es waren auch sehr viele Touristen unterwegs, was vielleicht auch daran gelegen haben mag, dass wir am Samstag unterwegs waren. 


Ach ja - und endlich waren auch mal Kirchen offen, die man sich ansehen konnte.


Nachdem wir noch mit dem Funiculaire (eine Art Schrägseilbahn) von der Unterstadt in die Oberstadt rauf gefahren sind, hat auf einmal ein starker Wind angefangen als ob ein Unwetter kommen würde. Da es eh schon Abend war, sind wir ins Hotel, natürlich noch in den Pool und danach gab es einen Kinderfilm und Schlafen. Gerhard ist nochmal in die Stadt um Photos vom beleuchteten Chateau Frontenac zu machen.


Am nächsten Tag gab es beim Starbucks gegenüber unserem Hotel ein Frühstück. Danach ging es auch schon per Mietauto weiter nach Montreal...


Die Kanadier treffen in Bezug auf Essen auf jeden Fall mehr unseren Geschmack als die Amerikaner - der französische Einfluss ist hier nicht zu verleugnen (TOP!).

Noch nie vorher gesehen - ein Weinautomat im Hotel um jeweils ein Glas Wein rauszulassen!

muss man einfach mal gemacht haben ;-)

Das Maskottchen des 22. Königlichen Regiments

Die Marschkapelle des 22. Königlichen Regiments

Mittagessen bei Les Trois Garcons

Mc Donalds in grün

Eines der letzten verbliebenen Stadttore

Kanonen waren überall aufgestellt

Der erste Marktplatz von Québec

Im Weihnachtsgeschäft

Die kleinen Gässchen in der Unterstadt

27. Juli Reisetag von Rimouski nach Québec

Mittlerweile funktioniert das Koffer packen innerhalb von 15 Minuten ohne großen Stress. Nach einem letzten herrlichen Frühstück in Rimouski ging es mit dem Mietauto weiter nach Québec.

Mit den Kindern Auto zu fahren funktioniert problemlos.  Wir haben doch schon circa 4000 km auf der Strasse hinter uns gebracht. Meistens dürfen sie Tablet spielen und wir hören Musik. Quer durch die Bank von klassischer Musik über Frank Sinatra, Jazz und die aktuellen Charts. Dabei genießen wir es Häuser anzusehen und Gerhard freut sich jedesmal wieder wenn er irgendwo Wasser oder Meer sieht.

Die Häuser haben hier ungewohnte Dächer (siehe Photos). Wir haben auch schon Dreieck-Häuser gesehen, bei denen sich die zwei gegenüberliegenden Wände wie bei einem Zelt oben treffen und es eigentlich kein richtiges zusätzliches Dach gibt. Ungewohnt.

Kirchen, die zum Teil wahre Prachtbauten sind, wollten wir in Kanada schon mehrere anschauen, aber bisher waren alle abgeschlossen. Mal sehen, ob wir hier noch mal Glück haben und in einer Kirche Kerzlein für unsere Lieben anzünden können.

Ansonsten ist uns in Kanada aufgefallen, dass die Polizei viel weniger präsent ist als in den USA. Gerhard nützt das natürlich aus und ist wieder mal der Schnellste auf der Strasse - weil -"steht ja eh keiner"..   

In Kanada haben wir noch kein Waffengeschäft gesehen und auch in den USA nur eines, was uns etwas überrascht hat.  Wir waren aber noch nicht in Texas ;-)  


Wäsche waschen funktioniert ebenfalls problemlos. Fast in jedem Hotel oder Motel gibt es einen laundry room (Wäscheraum) für die Gäste, der auch meistens rege genutzt wird. Es kostet jeweils zwischen einem und fünf Dollar die Wäsche zu waschen und zu trocknen. Die Wasch-/Trocknergänge dauern meist ca. eine halbe bis dreiviertel Stunde. Waschmitteltabs haben wir uns im Walmart schon besorgt. Bisher waschen wir ca. einmal die Woche. Wir würden sicher länger mit der Kleidung auskommen, aber wenn man schon regelmäßig in anderen Hotels ist und doch relativ viel schwitzt und sich viel bewegt, ist es umso feiner nach dem Duschen in frisch gewaschene, gut riechende Kleidung schlüpfen zu können. Außerdem ist es auch vom Koffer packen und vom Waschen her einfacher, wenn man saubere Kleidung und nur jeweils eine Wäscheladung voll hat...auf jeden Fall ist es einfacher als wir uns das vorgestellt hatten. Wir haben uns vor der Reise schon auf der Suche nach Waschsalons gesehen, in denen wir dann ewig warten müssen, bis die Wäsche fertig ist :-)

Am Nachmittag haben wir uns noch die Montmorency Wasserfälle in Québec angeschaut - oben Straße, darunter Straße und mittendrin ein riesiger Wasserfall. Er ist mit 83 m ca. 30 m höher als die Niagara-Fälle. Man hat auf jeden Fall touristisch alles rausgeholt was geht. Es ist möglich seitlich über Klettersteige raufzuklettern, auf der Seite über eine Treppe runterzugehen, auf der anderen Seite mit einer Seilbahn hochzufahren, über eine Hängebrücke über den Wasserfall zu gehen sowie sich über eine Zipline vor dem Wasserfall auf die andere Seite rüberzuschwingen. Dann gibts noch drei Spielplätze, Restaurants und einen Kiosk auf jeder Seite. Es ist wirklich ein Naturschauspiel - aber seine Ruhe findet man hier nicht wirklich.

Am Abend haben wir noch einen ersten Spaziergang durch Québec gemacht und freuen uns schon darauf morgen die Stadt zu erkunden. 

Abgeschrägte Dächer sind hier Standard.

Auch der leichte Schwung des Dachs nach vorne oben ist regelmäßig zu sehen.

Eine der eindrucksvollen - geschlossenen - Kirchen.

Montmorency Wasserfälle

Château Frontenac in Québec

Alex auf dem Nachhauseweg - eindeutig Zeit zum Schlafen gehen.

26. Juli - Rimouski, nix tun

Ein Entspannungs- und Faulenztag für die Kids: Swimming Pool im Hotel, Fitness, Shoppen, Spielplatz, Tablet spielen, Indoor Spielhalle und Cocktails am Abend. Wobei die Kinder-Cocktails besser waren als unsere...

Shoppen

Spielplatz

Indoor Spielhalle

25. Juli - Rimouski, Le Canyon des Portes de l´Enfer = die Schlucht der Höllentore

Das klingt schon mal beängstigend - zum Glück haben wir es per Handy erst übersetzt als wir bereits dort waren. Wer weiß ob wir es sonst gewagt hätten da hinzugehen. Es war jedenfalls einen Besuch wert...

Vom Parkplatz aus führten Holztreppen durch den Wald zum Wasserfall, der ca. 20 m hoch ist. Die Umgebung ist traumhaft. 

Im Fluss wurden früher von Holzfällern Baumstämme flussabwärts getrieben. Neben ihren Zelten von damals und Photos war dieser schmucke Holzfäller zu sehen.

Die Schlucht der Höllentore führte in ein mysteriöses Reich der Elfen und Waldbewohner.

Im Höllenschlund...für die "friends of the" Höllenschlundbesucher gabs draußen ein Bänkchen zum Warten :-)

Tolle Waldwege und Treppen - für Kinder ideal. Da werden sie nicht so schnell müde. Wir haben etwas ambitioniert wieder mal die längste Strecke ausgesucht und es geschafft, dass Alex bis am Schluss doch nicht mehr wollte...

Die Hängebrücke vor der sich Gerhard gefürchtet hat - er hat sie bravourös gemeistert!

Sasquatch-Labyrinth (= kanadische Bezeichnung für Big Foot) mit roten Handabdrücken an den Wänden - Alex war es nicht ganz geheuer.

Eine kleine Abkühlung...

24. Juli - Rimouski, Reford gardens

Heute haben wir nach einem ausgiebigen Frühstück "die Gartenausstellung" besucht. Gerhard hat sie schon lange als solche angekündigt, was bei uns anderen nicht gerade Begeisterung ausgelöst hatte. Aber...es gibt manchmal Sachen, die man nicht so schnell wieder vergisst...und die Ausstellung "jardins de metis" oder auf englisch "reford gardens" ist eine solche Sache.


Beeindruckend dabei sind nicht nur die verschiedenen Gärten, sondern die Geschichte der Frau dahinter, welche diese Gärten ab 1925 angelegt hat: Elsie Reford. Sie war eine aus gutem und angesehenen Haus stammende in Paris und Dresden ausgebildete Frau, die fließend deutsch und französisch sprach, in eine reiche Familie hinein geheiratet und sich in der damaligen Zeit für Frauenrechte und kanadisch-englische Beziehungen eingesetzt hat sowie während des ersten Weltkrieges in England für ihr Land Übersetzungen vorgenommen hat. Von ihrem Onkel bekam sie das Haus Estevan am Meer geschenkt und baute es zu der Sommerresidenz ihrer Familie aus. Sie hat prunkvolle Dinner veranstaltet und stets Wert auf Etikette und angemessene Kleidung gelegt. 1925 legte sie mit Hilfe ihres Personals schließlich den Grundstein für die Gärten rund um das Haus mit über 3.500 verschiedenen Pflanzenarten und -varianten. Wir konnten das Haus besichtigen, in dem ihr Leben und das ihrer Söhne beschrieben wurde - es muss herrlich gewesen sein dort zu leben. Rundum nur Meer, Bäume, Wiesen, Gärten und sonst nichts!

Frau Reford scheint eine sehr dominante Frau gewesen zu sein, die mit dem Regierungschef Kanadas ihrer Zeit auch in regem Briefwechsel - gerade über Frauenrechte und die englisch-kanadischen Beziehungen - stand. Als sie älter wurde, schenkte sie ihrem ältesten Sohn das Haus Estevan mit den Gärten. Da die Erhaltung zu teuer wurde, verkaufte dieser es an Quebec unter der Bedingung, dass die Gärten erhalten werden und öffentlich zugänglich sind. Mittlerweile ist eine Stiftung Besitzerin, welche von einem Urenkel von Elsie Reford geleitet wird. Elsie Reford starb 96-jährig in ihrem Haus in Montreal, wusste zwar von dem Besitzerwechsel an Quebec, hat aber nicht mehr mitbekommen, dass im Stock unter ihr ihre Familie bereits die Bilder an den Wänden verkaufen musste, um den aufwendigen Lebensstil aufrecht erhalten zu können...

Elsie Reford wird als Pionierin der Landschaftsgärtnerei verehrt.


Neben den Gärten waren noch verschiedene moderne Gärten im Rahmen einer internationalen Gartenausstellung ausgestellt, die inspirierend und witzig waren.

Harfenmusik beim Eintritt - entspannend!

Alte Gartengeräte

Villa Estevan