17.9. Flug nach China -> siehe China, Japan 09/2018

16.9. Football-Match: SF 49ers vs Detroit Lions

Ein Football-Match wollte ich mir immer schon mal anschauen. Zum einen um das Spiel live zu sehen und zu verstehen, zum anderen um die Stimmung und Atmosphäre mitzubekommen.
Obwohl der Spaß nicht ganz billig ist (billigste Karte kostet ca. 70 USD), hat es sich rentiert. 

Wir sind mit Bus und Zug ca. eineinhalb Stunden hingefahren und schon beim Hinfahren haben wir in den Farben der San Francisco 49ers angezogene Fans gesehen. Viele haben auf dem Parkplatz vor dem Levis-Stadion gegrillt und gegessen, weil das Essen drinnen nicht günstig ist. Die Stimmung war genial. Es waren tausende Fans dort und haben ihre Mannschaft angefeuert und geschrien. Schon der Beginn war super. Zuerst wurde live die Amerikanische Hymne gesunden mit einer Fahne ausgebreitet über dem gesamtem Spielfeld. Dann sind pünktlich zum Ende der Hymne mit enormem Getöse zwei Kampfjets über das Stadion geflogen. Und die Cheerleaders durften natürlich nicht fehlen. Das ganze wurde rechts und links noch auf zwei überdimensionalen Monitoren übertragen. Die Amerikaner wissen einfach wie man eine gute Show macht! 

Als Goodie bzw. kleines Geschenk hat jeder Besucher ein "Wackelmännchen" vom Quarterback der 49ers bekommen. Einer hat es in unsere Koffer geschafft :-)

Das Spiel selber haben die 49ers knapp mit 30 zu 27 Punkten gewonnen. Das Spiel selber hat vor allem mit Kraft und Schnelligkeit zu tun. Die Spieler müssen - sehr einfach beschrieben - die andere Mannschaft daran hindern, zu weit in ihren Bereich reinzukommen. Sie hüpfen aufeinander drauf, dass man fast Angst um sie bekommt. Aber sie sind vermutlich etwas trainierter als wir :-) 

Es war auf jeden Fall ein tolles Spiel. Baseball und Basketball stehen auch noch auf unserer Liste. Das muss auch toll zum Zuschauen sein.

15.9. San Francisco: Bike-Tour

Die Fahrrad-Tour war schon länger geplant und die Bikes im Voraus gebucht. Wir fuhren mit zwei Kids-Tandems, bei denen die Kinder jeweils vorne sitzen und nur treten, nicht aber lenken können. Das konnten nur die Erwachsenen hinten - und das war auch gut so. Die Wege waren nämlich sehr voll - was teils auch daran liegt, dass heute Samstag war. 

Wir sind über die Golden Gate Bridge geradelt und wieder retour. Nein - wir sind nicht mit der Fähre zurück gefahren. Wir kommen ja schließlich aus Österreich - da ist man Ärgeres gewohnt in Sachen Fahrradfahren :-)
Der Wind war teilweise allerdings so heftig, dass es einen fast ans Geländer geblasen hat. Man musste also ordentlich treten. Johanna und Alexander haben das super gemacht! Es war anstrengend, hat uns aber allen gut gefallen. Das anschließende Donut-Essen im Krispy Donuts auch! Aber Dunkin´ Donuts sind doch noch etwas besser...

Schließlich sind wir um ca. 17 Uhr ins Hotel gekommen, die Kinder haben sich ausgeruht, ich habe nochmal in einer Wäscherei die Schmutzwäsche gewaschen, damit das Packen am Sonntag Abend besser geht und dann ging es noch einmal zum Food Court...

14.9. San Francisco: Querflötenstunde, Academy of Sciences

Heute hatte Johanna erstmals seit wir unterwegs sind mit ihrer Gota Mirja Querflötenstunde. Per Whats App hat es gut geklappt. Und wieder mal ein bisschen mit Gota, Onkel und den Cousinen plaudern, war auch ganz toll! Jetzt wissen wir auch wieder woran wir weiter üben können.

Am späten Vormittag sind wir aufgebrochen in die Academy of Sciences. Wir waren schwer begeistert: ein weißes Albino-Krokodil, viele Tiere, teils lebendig, teils ausgestopft, viel zum Angreifen und Berühren, ein nachgestelltes Erdbeben, ein Regenwald mit wunderschönen Schmetterlingen, Filme über das Meer, die Sterne und noch viel mehr. Der Nachmittag ist wie im Flug vergangen und wir hatten nur noch kurz Zeit etwas weiter in den Golden Gate Park zu fahren, um Bisons anzuschauen. Die haben wir zwar gesehen - aber von etwas weiter weg, da ein Tier gerade als wir gekommen sind quer durch das Gehege zur anderen Seite des Zauns gelaufen ist. Wir waren schon zu müde um nochmal auf die andere Seite des riesigen Geheges zu gehen...Photos mussten also reichen.

Am Abend sind wir zu einem tollen Food Court in einem Einkaufszentrum in der Nähe unseres Hotels gefahren. Wir lieben diese Art zu essen mittlerweile. Rundum sind alle möglichen Restaurants, die Essen ausgeben und in der Mitte gibt es Tische mit Stühlen. Man kann sich hinsetzen wo man will und jeder kann das essen, was ihm schmeckt. Bei Johanna ist das meist Pizza oder Reis, bei Alex Nudeln oder Pizza, bei Gerhard Fleisch mit Beilagen und bei mir meist Reis mit Fleisch oder Salat. Probiert haben wir an dem Abend als Nachtisch auch noch Eclairs mit Schoko und Vanillefüllung - sehr gut! 

13.9. San Francisco: Aquarium, Pier 39

Der Weg zum Aquarium war spannender als das Aquarium selber. Wir sind mit einem Cable Car den Berg rauf und auf der anderen Seite wieder hinunter bis zur Lombard Street. Das ist eine kurvige rot gepflasterte Straße mit wunderschönen Blumen. Die Touristen scharen sich hier um die Straße und fahren zum Teil im Schneckentempo mit dem Auto hinunter. Es ist zwar schön anzusehen, aber wohnen möchten wir hier nicht.

Unten angekommen sind wir am Hafen entlang zum Aquarium spaziert und sind dabei zufällig auf ein Kriegsschiff gestoßen sowie auf ein Kriegs-U-Boot. Da wir ein U-Boot schon letzten Sommer in Hamburg besichtigt hatten, wollten wir das Kriegsschiff anschauen. Es ist eines der zwei letzten Schiffe diesen Types, die für den 2. Weltkrieg gebaut worden sind. Das Schiff war am D-Day tatsächlich in der Normandie dabei! Außerdem hat man im Motorraum des Schiffs Teile des Titanic-Films gedreht. Unglaublich auf was man hier zufällig stößt. Man konnte auf dem Schiff fast alles besichtigen, was wir natürlich ausgenutzt und uns eine Stunde lang auf allen Decks ausgetobt haben. 

Der Pier 39 ist ein Teil von Fisherman’s Wharf und eine ehemalige Bootsanlegestelle, die heute einen ganzjährigen Rummel mit Souvenir-Läden, Fahrgeschäften, Restaurants und einem Aquarium beherbergt. Das Aquarium - eigentlich unser Hauptziel - war sehr klein. Wir wissen jetzt zwar wie Chinchillas aussehen und haben Seeotter beim Schwimmen zugesehen (die haben unglaublich viel Energie), aber mit dem Aquarium in Toronto kann dieses hier nicht mithalten...zum Glück war es beim City Pass dabei, sonst hätte uns fast das Eintrittsgeld gereut...

Am Pier 39 haben wir uns frisches Obst und Crepes mit Nutella und Bananen gegönnt. Der Wind hat geblasen wie verrückt, so dass wir alles schnell wegessen mussten :-)

12.9. San Francisco: Alcatraz, Exploratorium

Alcatraz habe ich mir immer sehr weit draußen im Meer vorgestellt mit nichts als Wasser und einigen Felsen rundum. Tatsächlich liegt die kleine Felseninsel mitten in der Bucht von San Francisco. Man fährt gerade mal ca. 10 Minuten mit dem Boot hinaus. Es ist eine der wohl größten Touristenattraktionen von San Francisco.

Die Tickets sind einige Wochen im Voraus zu buchen. Da wir schon um 8:30 auf die Insel hinüber gefahren sind, mussten wir um 7 Uhr aufstehen - so früh wie schon lange nicht mehr. Aber es hat bestens geklappt. 

Ebenfalls neu für uns war, dass die Insel vor allem wegen der vielen Seevögel und der Pflanzen auf der Insel ein National Park ist. Das hieß für die Kinder: Junior Ranger. Sie haben also noch einen Badge bekommen, den wir nach Hause schicken dürfen.

Es wird viel Wert darauf gelegt, dass Alcatraz nicht nur als Hochsicherheitsgefängnis-Insel gesehen wird, sondern auch als ehemalige Festung, als Naturschutzgebiet und auch als Symbol für die Indianer-Gleichstellung, da diese einige Zeit nach der Schließung von Alcatraz für ein paar Monate die Insel besetzt hatten. Ich vermute aber, dass der Großteil der Besucher dennoch wegen des Gefängnisses hinfährt - wir auf jeden Fall schon...

Und es war sehr interessant. Man kann mit Kopfhörer und Erklärungen in deutscher Sprache auf Band durch das Gefängnis durchgehen. Man sieht wo Al Capone gelesen hat, wo es einen Gefängnisaufstand gab, bei dem Wärter und Insassen umgekommen sind, man sieht wie es den drei Insassen gelungen ist, Löcher in die Wand zu graben. Man erfährt, dass die Insassen die Schokolade riechen konnten, die in San Francisco in der Schokofabrik hergestellt wurde; dass bis zu 75 Familien der Wärter mit Kindern auch auf der Insel gelebt haben usw. 
Johanna fand es ebenfalls hochspannend. Alex zu Beginn auch - aber als er alle Knöpfe am Audio-Guide durchprobiert hatte, wurde es ihm dann zu langweilig  :-).

Nach unserem Alcatraz-Abenteuer sind wir in das Exploratorium. Das ist so etwas wie die Inatura in Dornbirn - nur 20x so groß....
Es gab viele hochinteressante Sachen und Experimente für Kinder zum Ausprobieren. Unsere waren jedenfalls begeistert. Wir sind viereinhalb Stunden dort gewesen und hatten zum Glück noch viel Wasser, M&Ms und Chips vom Mittagessen dabei, damit uns die Energie nicht ausgeht! Wir konnten auch live beim Sezieren eines Kuh-Auges zusehen...

Santa Cruz am Pier

Im Zug nach San Francisco

Cheesecake Factory

Cheesecake Factory

Warten in der Post beim Päckchen nach Hause schicken - wir können leider nicht immer alles mitnehmen...

Im Hafen von San Francisco: Greenpeace-Schiff

Im Science Museum

Nach dem Fahrradfahren beim Donut Essen

Footballspiel der San Francisco 49ers gegen die Detroit Lions - TOP!

11.-17.9.2018 SAN FRANCISCO

Wir haben die Campingzeit erfolgreich abgeschlossen, das Wohnmobil abgegeben und sind gut in San Francisco angekommen. Die Golden Gate Bridge und Alcatraz erwarten uns. Wir sind gespannt, was alles auf uns zukommt. Selbst die Suche nach einer Propangasnachfüllstation für die Abgabe des Wohnmobils konnte unsere Freude auf die Stadt nicht trüben. Und schließlich hat sich herausgestellt, dass unser Camperverleih das Gas eh selber günstiger nachfüllt...also die ganze Aufregung umsonst und alles gut!


Beim Abgeben des Wohnmobils haben wir einen Herrn getroffen, dessen Großmutter aus Alberschwende gekommen ist und Hopfner geheißen hat. Er hat uns dann ein Büchlein gebracht, dass liegen geblieben ist...jetzt ratet mal, was das für ein Büchlein war - in San Francisco, USA? "Sprechen Sie Vorarlbergerisch" mit meiner Schwester und ihrem Mann auf dem Cover! Herrlich! - mit welchen Hopfners genau der Herr verwandt ist, haben wir leider noch nicht herausgefunden...
 
 Unser Hotel (Donatello) in San Francisco Downtown hat uns dann mit einem großen Zimmer, einer tollen Dusche und einem Fitnessbereich inklusive Sauna schon mal positiv überrascht. Vielleicht empfinden wir es auch nur so, weil im Wohnwagen der Platz und das Wasser zum Duschen begrenzt waren.
 
Heute bekamen wir bereits einen ersten Eindruck von der Stadt mit den Cable Cars und Hügeln mit den roten Straßen. Sehr sauber, sehr breite Gehsteige, kein Gedränge - und ein toller Hafen mit schönen Restaurants und Bars. Neben der berühmten Golden Gate Bridge gibt es zahlreiche andere Brücken über die Bucht von San Francisco. Eine davon ist die San Mateo Bridge mit 11.265,41 Metern. 93.000 Autos fahren im Durchschnitt pro Tag über diese Brücke. Es wird einem ganz anders, wenn man drüber fährt und links und rechts so lange nur Meer sieht... 

10.9.2018 Auf nach San Francisco – letzte Nacht im Wohnmobil

Unsere letzte Nacht in Amerika im Wohnmobil haben wir an einem Traumstrand verbracht: am Half Moon Bay State Beach im Francis Beach Campground. Man konnte zwar auch hier nicht schwimmen, da der Seegang, die Strömung und der Wind viel zu stark und die Wellen zu hoch waren. Aber unsere Kinder hatten die größte Freude damit auf die Wellen zuzurennen und wieder davon, wenn sie das Wasser auf dem breiten Sandstrand vor sich her getrieben haben. Alexander ist dabei dreimal hingefallen und hat dreimal Klamotten gewechselt, bis er schließlich in Gerhard´s Pullover gelandet ist. Es hat ihm trotzdem Spaß gemacht. 

Am Abend waren die Kinder kaum ins Bett zu kriegen. Also haben wir unsere letzten Vorräte verputzt, Kekse und Milch getrunken und nach dem Koffer packen noch ein bisschen UNO. 

In der Früh war an Verschlafen nicht zu denken - eine Heulboje hat uns aus unseren Träumen gerissen :-).

Traumausblicke unterwegs

Half Moon Bay State Beach

Alex in Gerhard´s Pulli

8.9.-10.9.2018 KOA-Campingplatz Santa Cruz

Eigentlich war geplant am Kirk Creek Campground zwei Tage zu bleiben. Vor allem weil man dort am Wochenende nur zwei Tage zusammen buchen konnte. Da wir aber noch einige Meilen vor uns hatten und Sachen anschauen wollten, die schon weit im Norden lagen, hätte sich das Zurückfahren nicht rentiert. So haben wir schon nach der ersten Nacht Adieu gesagt und sind den Highway 1 weiter hinauf gefahren. 

Dabei haben wir im Julia Pfeiffer Burns State Park die McWay Falls (Wasserfall) gesehen. Das ist einer der wenigen Wasserfälle, die direkt in den Pazifik fließen. Außerdem gab es an verschiedenen Aussichtspunkten Seelöwen und tolle Ausblicke zu bewundern. Auch über die berühmten und teils schon sehr alten Brücken, für die der Highway 1 bekannt ist, sind wir gefahren. Die bekannteste davon ist vermutlich die 1932 eröffnete Bixby Bridge, da sie Motiv zahlreicher Postkarten ist und war.

Im Point Lobos State Reserve haben wir an der Küste entlang eine Wanderung gemacht. Hier gab es auch wieder Junior Ranger Hefte für die Kinder zum Ausfüllen um einen Badge abzuholen. Dabei haben wir die längste Zeit eine Maus beobachtet, wie sie aus ihrem Mauseloch immer wieder raus gegückselt hat. Das war wirklich faszinierend! Auch Seelöwen, Sea Gulls und Pelikane waren zahlreiche zu sehen. 

Eine Freiwillige, die hier übrigens in vielen Parks kostenlos mitarbeiten, hat uns erzählt, dass wir uns in Acht nehmen müssen vor Blättern der Poison Oaks (Gifteiche), da diese zu schlimmen Hautausschlägen führen können. Alexander wollte danach gar nicht mehr zurück laufen und ist weder links noch rechts vom Weg abgewichen um ja keine Blätter zu berühren 😊

Schließlich sind wir weiter gefahren nach Carmel-by-the-sea. Das ist ein kleines sehr schönes Städtchen direkt am Meer mit unglaublich vielen schönen Aussichtspunkten. Es gibt einen 17-Meilen-Drive, den man mit dem Auto entlang der Küste bist fast nach Monterey fahren kann. In Monterey haben wir nur kurz angehalten um einen Campingplatz zu suchen, da wir für die kommende Nacht noch nichts gebucht hatten.

Schließlich haben wir bei einem KOA-Campingplatz in Santa Cruz angerufen, bei dem noch mehr als genug Plätze frei waren. Also sind wir noch weiter hinauf gefahren und haben erstmals und gleich zwei Nächte auf einem privaten Campingplatz campiert. Hier gab es Strom- und Wasseranschluss sowie Duschen, eine Wäscherei, einen Swimming Pool, einen Jacuzzi, einen Einkaufsladen, einen Spielplatz, einen Minigolfplatz, etc.…also eigentlich nicht wirklich Camping. Entsprechend kostet hier ein Platz mit Full Hook Up ca. 100 Dollar pro Nacht bei 4 Personen. Aber nachdem wir sonst immer öffentliche Plätze genutzt hatten, wollten wir uns das auch mal gönnen...

Wir haben also einen Faulenztag geplant, der dann allerdings doch relativ voll wurde mit dem Waschen von Schuhen, Rucksäcken und Kleidung und dem Vorsortieren der Kofferinhalte sowie anderer administrativer Sachen.

Da wir den Wohnwagen ja in zwei Tagen abgeben mussten, haben wir geschaut, dass auch der Kühlschrank langsam wieder leer wird und viel verkocht und weg gegessen. Hungern mussten wir in diesen Tagen auf jeden Fall mal nicht.

Highway 1

Highway 1

Wasserfall ins Meer

Bixby Bridge am Highway 1

Point Lobos State Reserve

Walschädel

KOA Campground

KOA Campground

KOA Campground

KOA Campground

7.9.2018 Highway 1 – Campingplatz Kirk Creek

Auf den nächsten Tag hatte sich vor allem Gerhard schon lange gefreut. Er liebt Wasser und alles was damit zu tun hat. Also sind wir den Highway 1 an der kalifornischen Küste entlang gefahren der den Norden und Süden des Bundesstaates miteinander verbindet und unter anderem an San Francisco und Los Angeles vorbei führt. Das heißt beim Befahren der Straße sieht man fast immer das Meer neben sich. Außerdem gibt es zahlreiche Ausbuchtungen mit atemberaubenden Ausblicken. Der Highway war wegen zahlreicher Erdrutsche lange gesperrt und ist erst vor kurzem wieder eröffnet worden. Unser Plan war es lediglich bis nach San Francisco zu fahren, da wir dort das Wohnmobil retour geben mussten. 

Auf dem Weg dahin lag auch das Hearst Castle. Das ist ein schlossartiges Anwesen in der Nähe von San Simeon, das in den 1920er Jahren vom Zeitungsverleger William Randolph Hearst auf einem Hügel mit Blick zum Pazifik erbaut wurde. Sein Vater wurde auf der Suche nach Gold reich, allerdings weil er dabei Silberminen gefunden hat. Er war nicht viel zu Hause, ist aber oft mit seinem Sohn – eben William – auf ebenjenem Hügel campen gewesen, wo dieser dann als knapp 60jähriger das Schloss über einen Zeitraum von ca. 20 Jahren er- und auch mehrfach umgebaut hat, . 

In den 1920er und 1930er Jahren ließ Hearst Hollywood-Stars und -Sternchen einfliegen und feierte regelmäßig Partys. Es herrschten strenge Regeln und feste Gebräuche auf Hearst Castle, an die sich alle Gäste zu halten hatten. So wurde erwartet, dass jeder Gast zum formellen Abendessen erschien, tagsüber aber wurde er meist sich selbst überlassen, während Hearst sich um seine Geschäfte kümmerte. Hatte einer der Gäste nichts Passendes zum Anziehen dabei, konnte er sich aus einem eigens von Hearst zur Verfügung gestellten Kleiderfundus bedienen. Zu den bekanntesten Gästen gehörten unter anderen Charlie Chaplin, Winston Churchill, Rudolph Valentino, Cary Grant, Charles Lindbergh, Joan Crawford, Calvin Coolidge und Clark Gable.

Wir haben zwei der insgesamt vier Touren im und um das Schloss mitgemacht und waren schwer beeindruckt. Bei dem Schloss sieht man, was entstehen kann, wenn man viele Ideen, viel Zeit zum Bauen und massenhaft Geld dafür hat. 

Beim Weiterfahren gab es noch einen tollen Aussichtspunkt, von dem aus man direkt am Strand unten Horden von See-Elefanten und Seelöwen gesehen hat. Die meisten sind nur unten gelegen und haben sich nicht bewegt. Manche haben vermutlich zum Schutz gegen die Sonne mit ihren Flossen Sand auf sich „geschleudert“. 

Übernachtet haben wir auf dem Campingplatz Kirk Creek, von dem man direkt auf das Meer hinaus sieht. Zum Meer hinunter gab es einen kleinen dschungelartigen Weg. Unten war es windig wie fast überall an der Küste. Wir haben es genossen uns von den Wellen anspritzen zu lassen 😊.

Nachdem wir auf unserer Reise die letzte Zeit fast immer Tiere gesehen haben (Mules, Pferde, Bären 😉 etc.), gab es auf diesem Campingplatz Hasen, die frei rumgehoppelt sind. Wieder mal etwas Neues.

Highway 1

Hearst Castle

Seelöwen am Strand entlang Highway 1

Campingplatz

Wanderung am Campingplatz zum Meer runter

Sonnenuntergang am Campingplatz

6.9.2018 Oceano Dunes State Vehicular Recreation Area – Campingplatz im Sand am Strand

Ein besonderes Erlebnis hatten wir am Oceano Dunes SVRA. Hier kann man direkt am Strand, also auf dem Sand neben dem Meer mit dem Wohnmobil oder auch einem Zelt übernachten. Nachdem Gerhard uns am Abend zuvor erzählt hat, dass wir vielleicht am nächsten Tag mit dem Wohnmobil im Sand stecken bleiben und die Flut uns erwischen könnte, waren Johanna und ich eher skeptisch. 

Aber schon mal vorweg: nichts von beidem ist passiert. Wir haben die Nacht gut überstanden. 

Die Fahrt war entspannend, da wir endlich wieder mal Internet und Kontakt nach Hause hatten. Auch eine Dumping Station haben wir noch gefunden. Wir waren also bereit für den Strand. Beim Befahren waren wir etwas nervös, weil wir ja nicht wussten, wie unser Fahrzeug auf den ungewohnten Untergrund reagiert. Auch hat man uns öfters gesagt, wir sollen etwas Luft aus den Reifen ablassen. Das haben wir nicht gemacht, weil es uns zuviel Arbeit gewesen wäre, die Reifen nach dem Strandaufenthalt wieder mit Luft zu befüllen. Lieber ein bisschen Risiko 😉 Der Sand war schlussendlich ziemlich feucht und fest und es sind auch zahlreiche Pick-Ups mit ATVs hinten drauf darüber gefahren. ATVs sind All Terrain Vehicle – also Quads und Buggies, mit denen man am Strand über die Sanddünen rasen kann. Das scheint auch der Hauptgrund für die meisten Leute zu sein, die diesen Camping-Strand besuchen. Neben der "Hauptstrasse" musste man allerdings gut aufpassen, dass man sich nicht selber in den Sand durch zu starkes Bremsen etc.eingegraben hat.

Bis wir den richtigen Platz im Sand gefunden haben, waren wir heftig am diskutieren und es haben natürlich alle mitgeredet. Es war nirgends genau angeschrieben, bis wohin die Flut kommen würde. Also haben wir es schließlich so gemacht wie alle anderen und haben uns ungefähr in einer Linie mit ihnen aufgestellt. Um ca. 19:45 Uhr kam dann die Flut. Sie hat uns nicht erwischt, obwohl das Wasser bis auf 5m zum Wohnmobil rausgespült wurde. Das Wasser des pazifischen Ozeans ist sehr kühl und es war auch windig und neblig, also nichts zum Schwimmen.Das scheint hier allerdings normal zu sein. Der Wind ist sehr stark und die Wellen sind enorm hoch. Der Lärmpegel ist dementsprechend hoch. Gemeinsam mit den Quads war es also sehr laut. Die Kinder haben dennoch mit Freude im Sand gespielt. Die Sonne ist zwar nicht direkt über dem Meer untergegangen, weil Wolken dazwischen waren, aber er war trotzdem schön und aus dieser Perspektive ein einmaliges Erlebnis für uns. Auch das Wegfahren am nächsten Tag hat so gut wie problemlos funktioniert.

4.9.-6.9.2018 Sequoia Nationalpark – Lodgepole Campground 

  

Leider hatten wir auch in unserer Nacht auf dem Kings Canyon Campingplatz keine Bären gesehen. Alle Tiere ließen sich blicken - Eichhörnchen, Erdhörnchen, Bienen, Wespen, Mules,...aber keine Bären.


Also hofften wir weiter - und fuhren zum Lodgepole Campground im Sequoia Nationalpark. Nachdem wir uns im dort sehr großzügig ausgestatteten Store mit neuen Lebensmitteln eingedeckt hatten, fuhren wir mit dem Shuttle zum General Sherman Tree und haben dort den "Congress Trail" - eine ca. eineinhalbstündige Wanderung vorbei am President, am Senat etc. gemacht, wobei es sich jeweils um Mammutbäume handelt, die man so benannt hat.


Und endlich - beim Zurückfahren mit dem Bus haben wir zuerst zwei Bären und dann nochmal zwei Bären am Straßenrand gesehen. Der Höhepunkt kam aber am Campingplatz - hier durften wir eine Mama-Bär mit drei kleinen Bären beobachten, wie sie quer über den Campingplatz marschiert sind. Ein kleiner Bär hat bei einem umgefallenen Holzstamm in einem Wespennest rumgestochert um den Nektar rauszukriegen. Dabei hat er immer versucht die Wespen zu verscheuchen und ist dann schließlich zerstochen weggehüpft. Es hat sehr unbeholfen ausgesehen und war faszinierend zu beobachten. Als wir etwas später zum Wäsche waschen zum Visitor Center rüber spaziert sind, haben wir neben dem Fluss ein männliches Mule Deer gesehen, das nicht gewusst hat, ob es vor dem Bär oder vor uns flüchten soll. Schließlich ist es auf uns zugerannt und direkt neben uns vorbei in den Wald. Dahinter am Fluss unten war Mama-Bär inzwischen mit ihren Kindern und war schon am Raufsteigen. Sie hat es sich dann aber anders überlegt und ist mir Ihrem Nachwuchs weiter den Fluss runtergelaufen. 


Wir waren alle begeistert von dem tollen Erlebnis. Manche Besucher sind wochenlang im Park und sehen keine Bären. Wir durften uns also glücklich schätzen!


Den nächsten Tag begannen wir mit einem Ausflug zum Moro Rock. Der Moro Rock ist eine Granitkuppel mit Panoramablick über den Nationalpark. Allein schon der Weg hier hinauf ist ein Abenteuer: in den Stein geschlagene Treppen, schmale Durchgänge zwischen Steinen - und das alles in schwindelerregender Höhe und mit steilen Felswänden auf beiden Seiten hinunter. Moro Rock ist wunderschön und der Ausblick herrlich.

In der Nähe vom Moro Rock befindet sich der Tunnel Tree, ein umgestürzter Baum, der so ausgehöhlt wurde, dass Autos hindurchfahren können. Den mussten wir uns natürlich auch anschauen, haben das aber zu Fuß gemacht, da auch hier unser Wohnmobil zu groß war um durchzufahren.


Schließlich sind wir noch weiter spaziert zu Tharp´s Log. Tharp ist einer der ersten nicht Indianischen Siedler, der eine Rinderranch unter den Big Trees hatte. Er baute in den 1860ern eine einfache Sommerkabine in und um einen umgefallenen und vom Feuer ausgehöhlten Sequoia-Baum. Bei Regen war es hier drinnen vermutlich nicht so gemütlich…


Auf dem Weg zu Tharp´s Log haben wir Mules gesehen und die längste Zeit einem Murmeltier zugeschaut, wie es auf einem Stein gesessen ist und uns angestarrt hat. Das Murmeltier hatte offensichtlich an uns genauso großes Interesse wie wir an ihm.


Am Abend hat es noch die restlichen Marshmallows zum Grillen gegeben, was die Kinder lieben. Das müssen wir uns für zu Hause merken – Marshmallows gegrillt mit Schoko und Keksen.

3.9. Kings Canyon - Sequoia Nationalpark 

Der Sequoia-Nationalpark grenzt an den Kings-Canyon-Nationalpark im Gebirge der südlichen Sierra Nevada in Kalifornien. Er ist bekannt für seine riesigen Mammutbäume, wie den General Grant Tree und den General Sherman Tree, den wir auch bewundern durften. Am Grand Grove hat eine 66-jährige Rangerin namens Meredith einiges über Mammutbäume generell erzählt, dass sie mit 60 Rangerin geworden ist und man seine Träume nie aufgeben soll. Sie war so begeistert von ihrem Job, dass es geradezu erfrischend war. Zuvor hatten wir nämlich im Visitor Center einen Ranger erlebt, der eher gelangweilt war. Es kann auch sein, dass die Mitarbeiter teils nicht mehr so motiviert waren, weil der Park ein paar Tage nach unserem Besuch seine Pforten großteils geschlossen und winterfest gemacht hat. Dieser Park hat grundsätzlich einen sehr kommerzialisierten Eindruck gemacht. So hat man zB. nur überblicksmäßige Wanderkarten verteilt und die Karten mit den tatsächlichen Wanderwegen nur verkauft... 

In einer unterirdischen Höhle Crystal Cave hätte es Bäche und markante Felsformationen gegeben, die wir aber leider nicht gesehen haben, da die Straße für unser Wohnmobil nicht befahrbar war. Shuttle wurde keines angeboten.

Für die Fahrt zum Kings Canyon war unser Wohnmobil nicht zu groß. Die Fahrt hat zwar ca. eineinhalb Stunden gedauert, und hat steil hinunter in den Canyon geführt, dieser war aber sehr schön, mit einem herrlichen Fluss neben der Straße. Auch unsere Wanderung zu einem Wasserfall war kurz aber Natur pur. 


Beim Zurückfahren zu unserem Campingplatz, trafen wir einen State Trooper und zwei Ranger auf einem Parkplatz. Sie hatten zwei Personen im Auto und der Polizist hat sich an die Waffe gegriffen, als Gerhard auf ihn zugegangen ist, aber Alexander wollte dieses mal unbedingt ein Photo mit dem Polizisten haben. Und das hat dann auch geklappt.

1.-3.9.2018 Labour Day Weekend am Huntington Lake

Der nächste Tag hat gut begonnen – es war Freitag und Beginn des Labour Day Weekends. Da wir schon beim Reservieren der Campingground-Plätze ein halbes Jahr vorher für dieses Wochenende keinen Platz mehr in einem Nationalpark bekommen hatten, haben wir kurzerhand am Huntington Lake gebucht. Labour Day ist ein Feiertag in Amerika und viele Amerikaner hatten anscheinend für dieses Wochenende einen Campingurlaub geplant. 

Wie immer hat Gerhard die Route über die Navigations-App „Here We Go“ rausgesucht und einen kurzen sowie einen langen gefunden. Natürlich haben wir uns für den kürzeren Weg entschieden und sind voll motiviert losgefahren. Irgendwann ging es links weg den Berg hinauf. Wir sind an Wohnwagen-Camps vorbei gefahren, an Geschäften, kleinen Häusern, durch verdorrte Landschaft und die Straße ist immer schmaler geworden. Entgegen gekommen ist uns fast niemand mehr und hinter uns kamen auch keine Autos nach. Gedacht haben wir uns dabei noch nicht viel, außer dass die Amerikaner sich nicht trauen Bergstraßen zu fahren, da sie das nicht so gut können wie wir Österreicher 😊. 

Schließlich ist eine Straße rechts weggegangen, die ausgeschaut hat, wie bei uns eine Straße in ein Vorsäß rein…nicht asphaltiert, mit Steinen, Schotter, einspurig und vor allem vielen Löchern…Gerhard hat mich – meiner Meinung nach spaßeshalber – gefragt, ob wir diese Straße nehmen sollen…meine Antwort war natürlich nein, da das ja keine offizielle Straße sein konnte – ABER: unser Navi sah das etwas anders…und zu dem Zeitpunkt befolgten wir die Anweisungen unseres Navis noch… 

Wir fuhren also die Straße, bei der es auf der einen Seite steil runter ging, weiter in den Canyon hinunter. Sie wurde immer schmaler und auch nicht besser – wir sind ca 20-25 Minuten meist zwischen 10 und 15 km/h gefahren. Wir haben schon gescherzt, dass hoffentlich die Brücke unten über den Fluss im Canyon breit genug für unser Wohnmobil sein würde, nicht dass wir wieder umkehren müssen…das hätten wir nicht tun sollen...Die Brücke war zwar sogar zweispurig und sehr neu. Aber der Weg zur Brücke war versperrt durch ein großes Tor, das mit einem großen Schild versehen war. Auf dem Schild stand ROAD CLOSED. Das Tor ging auch nicht auf. Es war mit drei Schlössern gesichert. Wir haben unten bei dem Kraftwerk auch niemanden gesehen, der uns das Tor öffnen hätte können…also haben wir auf den Schock hin erst mal was gegessen, um die Stimmung aufrecht zu erhalten 😉 – und sind dann wieder hinauf gefahren.

Oben angekommen, haben wir festgestellt, dass wir fast die gesamte Strecke, nachdem es links weggegangen ist, wieder retour fahren mussten. Wir haben mindestens eine Stunde verloren…die Hosts bei unserem Campingplatz am Huntington Lake haben allerdings gesagt, dass der Weg bei der anderen Strecke noch schlimmer geworden wäre. Also war es eh schlauer, dass wir umgekehrt sind. Aber geärgert haben wir uns trotzdem ein bisschen 😊.

Bei der Registrierung für den Campingplatz hing ein Zettel, auf dem ein kleines Hausschweinchen angeboten wurde. Die Frau von der Registrierungsstelle hat uns auf Nachfrage erzählt, dass das ihr Hausschwein ist und sie es weggeben muss, weil ihr Mann eifersüchtig ist. Das Schwein ließe sich nur von ihr füttern und würde immer dazwischen kommen, wenn sie und ihr Mann kuscheln. Wir haben uns herrlich amüsiert. Gerhard hat sich nicht verkneifen können zu fragen, ob wenn sie „Schatz“ ruft ihr Mann und das Schweinchen kommen. Sie hat sich herrlich darüber amüsiert und wir fanden es auch witzig.

Am Huntington Lake haben wir zwei Nächte verbracht. Außer einem kurzen Spaziergang haben wir die Zeit hier nur genossen und zum Entspannen genutzt. Der See war zwar kalt, aber kein Grund für Gerhard und Johanna nicht hineinzugehen. Wir haben gegrillt, gelesen, gebadet und es gemütlich gehabt. Am Montag, den 3.9. – am Labour Day – sind wir dann wieder weitergefahren. 

Straße in einem furchtbaren Zustand

KEIN DURCHGANG!

Huntington Lake

Marshmallows grillen

Marshmallows mit Schoko und Keksen

Steak :-)

Unser toller Standplatz direkt am See

31.8.2018 Yosemite National Park nach Wawona

Wawona gehört noch zum Yosemite National Park und war einer der ersten Orte, der dort besiedelt wurde. Beim Hinunterfahren haben wir die Stellen gesehen, an denen erst vor ca. einer Woche ein Waldbrand gewütet hat. Es ist richtig traurig, die ganzen verkohlten Bäume und Sträucher zu sehen…

In Wawona selber haben wir die alten Häuschen besichtigt und auch eine Schmiede, in der heute noch gezeigt wird, wie man schmiedet. Außerdem konnten wir unseren Kühlschrank wieder mal auffüllen. Dabei haben wir fürs Grillen leckere Marshmallows mit Schoko und Keksen entdeckt, die dann auch sehr gut geschmeckt haben 😊 

Der Nachmittag hat uns zur Mariposa Grove geführt, einem Platz, an dem Giant Sequoias (Mammutbäume) wachsen. Diese Bäume sind unglaublich faszinierend. Aufgrund der Kombination ihrer Höhe und Weite sind sie die massivsten Bäume der Welt. 

Schließlich hatten wir noch etwas Zeit und sind zur Yosemite Mountain Sugar Pine Railroad gefahren. Nach mehreren Anläufen haben wir sie dann auch gefunden. Die Kinder wollten unbedingt hin, da sie ein Prospekt gesehen hatten, in dem man eine Zugfahrt und Goldgraben beworben hat. Es hat sich tatsächlich rentiert. Das Goldgraben wurde von einem sehr netten Herrn erklärt, der dies schon seit seinem 12. Lebensjahr macht und in den USA in einem Verein ist, der an manchen Orten die Lizenz zum Gold graben hat. Außerdem sind wir mit einem Jenny Railcar gefahren, was auch ein tolles Erlebnis war und vor allem Alexander super gefallen hat. Dabei sind wir auf den Schienen teilweise durch verbrannte Waldstücke gefahren. Unser Führer hat uns erzählt, dass im August 2017 ein Waldbrand dadurch ausgelöst wurde, dass einem Holzfäller der gefällte Baum auf eine Elektroleitung gefallen ist. Dadurch ist eine sehr große Fläche abgebrannt. Man sieht hier überall und Plakate, mit denen die Menschen den „Fire Fightern“ für ihre Hilfe danken…bei dem Anblick der verbrannten Wälder und der Plakate kommen einem fast die Tränen…

Gecampt haben wir noch ein letztes mal im Yosemite Park am Wawona Campground. Der lag neben einem schönen kleinen Fluss, in dem Gerhard als waschechter Kärntner gebadet und wir anderen rumgelaufen sind. Es war ein toller Platz, aber Bären haben wir leider auch hier keine gesehen…

27.8.2018 – 30.8.2018 Zion National Park zum Yosemite National Park

Auf unserem 800 km weiten Weg zum Yosemite Nationalpark, der in Kalifornien liegt, sind wir an der Area 51 (darüber dürfen wir nichts schreiben) und am Mono Lake vorbeigekommen. Da San Francisco von den Zuflüssen zum See eine Weile lang zu viel Wasser bezogen hat, ist dessen Wasserspiegel gesunken und zum Vorschein kamen wunderschöne Gesteinsformationen. Mittlerweile steigt der Wasserspiegel wieder…Die Fahrt ist eigentlich sehr schnell vergangen, dank Tablet, Hörspielen und Essen!

Übernachtet haben wir nach der langen Fahrt in der ersten Nacht noch außerhalb des Yosemite-Parks am Tioga Lake beim Tioga Pass. Wir wurden mit einem kleinen, feinen Campingplatz belohnt, der 9.634 Fuß (2.938 m) hoch liegt…in der Früh war es dementsprechend kalt und man hat die Höhe auch beim Atmen gemerkt. Hervorzuheben ist hier vor allem die Toilette – es gibt nicht auf allen Campingplätzen Flush-Toiletten, also solche, bei denen man spülen kann. Manche haben auch die guten alten „Plumpsklos“…so auch dieser Campingplatz. Aber es war so sauber und hat überhaupt nicht gestunken, dass wir davon ganz begeistert waren. Wir haben nämlich auch schon anderes erlebt auf dieser Reise…

Danke auch an unseren Host! Er hat sich eine Stunde Zeit für uns genommen und bei einem Kaffee viel erzählt und Touren rundum erklärt. 

Schließlich war es soweit: wir sind in den Yosemite Naionalpark eingefahren. Wir sind uns ein bisschen vorgekommen wie zu Hause in den Bergen auf einer Alpstraße (obwohl hier die Straßen zweispurig und breit ausgebaut sind): Tolle Wälder, große Berge, schöne Wiesen mit Seen – unglaublich schön. Der Yosemite Park ist ein riesiges Gebiet mit zahlreichen Trails und viel Wilderness (Wildnis) dabei. Für Wanderungen in die Wildnis benötigt man extra Genehmigungen, die man sich bei den Permit Stations abholen kann. Wir machen keine Ausflüge in die Wildnis mit unseren Kindern – uns reichen die normalen Trails. Aber wir vermuten mal, dass man so die Anzahl der Wanderer unter Kontrolle hat sowie deren Verbleib. Dass man sie also ggf suchen kann, wenn sie nicht wie geplant zurückkehren.

Als erstes führte unser Weg wieder mal zu einem Visitor Center um die Junior Ranger Booklets abzuholen. Erstmals waren diese nicht gratis, sondern haben ca. 7 Dollar gekostet. Verständlich nachdem uns die Dame erklärt hat, dass jährlich ca 20.000 Junior Rangers in dem Park ihr Abzeichen machen und dafür extra Personal eingestellt werden musste. Die Kinder haben schon auf dem Weg zum Parkplatz angefangen Müll zu sammeln, da dies Teil des Programms war…

Wir hatten gehört, dass die Campingplätze im Yosemite alle voll waren. Es gibt hier Plätze, bei denen man vorher reservieren muss (ca ein halbes Jahr oder noch länger vorher!) und solche, bei denen „First Come – First Served“ gilt. Also haben wir uns relativ früh auf den Weg gemacht um einen Platz zu ergattern. Wir hatten für diese Nacht nirgends reserviert. Das hätten wir uns allerdings sparen können, da am Campground White Wolf fast alle von den über 70 Plätzen frei waren, als wir gegen halb zwölf dort angekommen sind. Campervans gab es sowieso nur sehr wenige. Viele Menschen im Yosemite Park sind generell mit Autos und Zelten unterwegs. 

Wir haben also einen Platz gesucht, geparkt und geschaut welche Wanderung für die Kinder nicht zu lang sein würde. So haben wir schließlich unsere Wanderung zum Lukens Lake gestartet. Zuerst ging alles gut. Der Weg war toll beschrieben, es gab riesige Felsen zum Raufklettern und Holzstämme zum balancieren. Bis wir zum Fluss kamen. Der Weg ging zuerst deutlich schmäler weiter, aber er ging weiter. Auf einmal sind wir in der Pampa gestanden umgeben von Wald und hohem Gras neben dem kleinen Fluss. Ein Weg war weit und breit nicht zu sehen. Gerhard wollte schon zurückgehen, was es mir nicht zugelassen hat. Johanna war hin- und hergerissen zwischen Aufregung und Angst, dass wir ev einem ungemütlichen Tier (Bär oder Mountain Lion) begegnen könnten und Alexander hatte Arbeit damit, sich durch die Büsche, Gräser und Sträucher zu kämpfen, die fast gleich hoch waren wie er. Mit kurzen Hosen war das für uns alle nicht grad angenehm…WIR HATTEN UNS VERIRRT! Nachdem wir eine halbe Stunde durch unerforschtes Gebiet gelaufen, gekrochen und gestapft waren, uns gegenseitig verrückt gemacht und wieder versucht haben uns zu beruhigen, sind wir dank Google Maps und Satellitenempfang endlich wieder auf den richtigen sehr schönen und breiten Weg gekommen. Davon getragen haben wir einige Kratzer und das Bewusstsein, dass wir in Zukunft noch besser auf den Weg schauen müssen. Unser Fehler war, dass wir den kleinen Fluss bzw eher Tümpel überqueren hätten sollen und nicht rechts daneben weitergehen. Zu unserer Verteidigung muss man sagen, dass es nicht ausgeschildert war und definitiv schon andere den falschen Weg genommen haben müssen. Sonst wäre dieser nicht so ausgetreten gewesen.

Wir sind also schlussendlich am Lukens Lake angekommen und der war herrlich. Als Belohnung hat es dort Schokoriegel und eine UNO-Meisterschaft gegeben 😉. Den Rückweg haben wir fast in der Hälfte der Zeit absolviert wie den Hinweg.

Auf dem Campingplatz hat es wieder jede Menge Eichhörnchen gegeben, die wir am nächsten Morgen aus dem Bett im Campervan mit den Kindern die längste Zeit beobachtet haben. 

Für die nächsten zwei Nächte hatten wir im Yosemite Valley am Lower Pine Campground reserviert. Ohne Reservierung hätte man hier keinen Platz mehr bekommen. Wir hatten also keinen Stress dort hinzukommen und haben auf dem Weg noch eine Wanderung zu einem der drei Plätze gemacht, an denen es im Yosemite Park Mammutbäume gibt. Am meisten in Erinnerung ist uns derjenige geblieben, durch den man durchklettern konnte. Auch der "Fallen Monarch" war beeindruckend. Den Kindern hat es Spaß gemacht und uns auch. Wir haben so viele Eichhörnchen gesehen, dass die Kinder angefangen haben ihnen Namen von A bis Z zu geben. Wir sind nicht bis Z gekommen, da Alex auf einmal alle Eichhörnchen Paperladupapp (Gerhards Spitzname ;-) ) nennen wollte und wir auch nicht 52 Eichhörnchen gesehen haben. 

Was uns sehr beeindruckt hat, sind die riesigen Zapfen, die man hier in den Wäldern finden kann. Aber nicht von den Mammutbäumen, sondern von den Sugar Pines (Pinien). Die Mammutbäume haben im Vergleich dazu sehr kleine Zapfen.

Yosemite Valley ist ein Tal inmitten von Bergen, das um 1900 schon lange von Indianern besiedelt war. Die Europäer haben sie dennoch auf der Suche nach Gold und schönen Gegenden zum Leben versucht zu vertreiben und das Land für sich in Beschlag genommen. Schlussendlich nach zahlreichen Streitereien und sogar einem Krieg haben beide nebeneinander dort gelebt, mit vielen von den Europäern eingeführten Neuerungen, an die sich die Indianer wohl oder übel anpassen mussten. Es gibt heute noch ein Indianermuseum und nachgebaute Hütten sowie Indianerkunst, die im Museum ausgestellt wird. Man konnte auch zuschauen, wie ein Indianer Pfeile gemacht hat. Yosemite Valley ist auf jeden Fall wie ein eigenes Dorf inmitten der Berge mit Restaurant, Geschäften, Visitor Center, Hotels (Lodges), Campingplätzen und natürlich zahlreichen Trails, die vom Valley weggehen.

Nach unserer Ankunft im Lower Pine Camingplatz haben wir eine der anstrengendsten aber auch schönsten Wanderungen unserer bisherigen Reise gemacht. Die Wanderung zum Vernal Fall, einem Wasserfall auf 1.538 m Höhe. Die Kinder waren an diesem Tag unheimlich motiviert und wenn man ab und zu während dem Wandern Geschichten mit ihnen erfindet und über ihre „Geheimtunnel“ redet, dann geht es gleich noch besser. Der Weg zum Wasserfall führte über eine steile Steintreppe nach oben, wo wir mit einem tollen Regenbogen beim Wasserfall belohnt wurden.

An unserem Campingplatz wurden wir mit Modern Talking-Musik von unserem Nachbarn begrüßt. Die Musik scheint ihm so gefallen zu haben, dass er sie bis am Abend nicht abschalten wollte. Bis dann ein anderer Besucher höflich sein Missfallen geäußert hat 😉

Den letzten Nachmittag haben wir so richtig genossen. Wir haben mal keine Wanderung gemacht, sondern einen Nachmittag lang am Fluss gespielt und mit den Kindern einen Staudamm gebaut. 

Nach dem Dumpen und Wasser auffüllen ging es los...

Vorbei an der Area 51 - durch Rachel - der Experten-Stadt für Außerirdisches ;-)

Mono Lake - mit jeder Menge schwarzer Fliegen am Strand

Mono Lake

Tioga Pass

Tioga Lake

Bären-Locker - in der Nacht muss man alle Nahrung und Kosmetik entweder nicht sichtbar im RV oder in so einem Locker verstauen - Schutz vor Bären!

Auf dem Weg zum Lukens Lake

Lukens Lake

Giant Trees

Vernal Falls

26.8.2018 Zion National Park 

Mittelpunkt des Zion Nationalparks ist der North Fork Virgin River. Ein Shuttle führt die Gäste vom Visitor Center entlang des Flusses zu verschiedenen Haltestellen, von denen Trails weggehen. Unser Campingplatz, genannt „Watchman“ lag gleich neben dem Visitor Center an einem anderen kleineren Fluss. Den Namen hat unser Platz von dem riesigen Berg Watchman, unter dem der Platz liegt. 

Auch hier haben wir eine von einem Ranger geführte Shuttle Tour mitgemacht und auch hier wieder Sachen erfahren, die sonst an uns vorbei gegangen wären. Zum Beispiel dass es ein Art Program (Kunstprogramm) gibt, im Rahmen dessen Künstler aus zahlreichen Bewerbern ausgesucht und eingeladen werden um mehrere Wochen im Zion Nationalpark zu leben und ihre Kunst dort auszuleben. Die Kunst soll dann natürlich etwas mit dem Zion NP zu tun haben und wurde zumindest von unserem Ranger fleißig beworben. Wir haben Musik von solchen Künstlern gehört sowie Photos und Bilder von ihnen gesehen. 

Wir haben mit den Kindern drei Wanderungen gemacht, von denen die erste dem Fluss entlang ging bis dorthin, wo man den Fluss überqueren musste. Die zweite führte uns zum „weinenden Felsen“ – ein Felsen, aus dem es über ein paar Meter Breite direkt aus dem Gestein hinunter tropft. Die dritte Wanderung führte uns zu Wasserfällen mit einem Felsvorsprung, in den man reingehen konnte. Es waren zwar sehr schöne Wanderungen, aber es war auch erstmals wieder sehr heiß. Unser letzter Weg an diesem Tag führte uns allerdings noch in das Nature Center, um die Junior Ranger Abzeichen der Kinder abzuholen. Der Weg war fast nicht beschattet und die Sonne brannte so richtig schön auf uns herunter…es hat auf jeden Fall gereicht, dass die Kinder ordentlich gejammert haben. Aber wir haben auf der Strecke ein Mule Deer mit seiner Mutter gesehen und – wir mussten ja wegen den Kids zum Nature Center, nicht wegen uns 😊.

Extrem viele Eichhörnchen und Erdhörnchen sowie Murmeltiere gibt es im Zion NP und es wird kein besonders freundliches Bild von den Tierchen vermittelt. Sie werden schon regelrecht als Plage verstanden. Eine Frau haben wir beobachtet, wie sie einen Stein nach einem Eichhörnchen warf, weil es ihr zu nahe gekommen ist. Auch wenn wir wissen, dass die Tiere Krankheiten übertragen können – so eine respektlose Behandlung haben auch sie nicht verdient…

An diesem Tag haben wir gegrillt und hatten im Visitor Center auch wieder mal Internet um unsere Homepage und andere Sachen zu aktualisieren. Der Zion Nationalpark ist ebenfalls toll und Natur pur. Wer allerdings etwas Neues oder Anderes als bei uns sehen will, sollte sich nicht auf den Zion Nationalpark beschränken, da man so eine Landschaft auch bei uns finden könnte. Das ist absolut nicht abwertend gemeint – wir dürfen uns glücklich schätzen, in einer der schönsten Regionen, die es gibt, beheimatet zu sein.

Im Shuttle

Unser Shuttle in der Berglandschaft

Oben im Höhlenbogen ist links eine Pueblo-Hütte...

Steil, steiler, am steilsten...

Unser Shuttle in der Berglandschaft

Beim Ranger-Eid im Nature Center

Der weinende Felsen

25.8.2018 Vom Kodachrome Basin State Park zum Bryce Canyon National Park und zum Zion National Park 

Das Besondere am Bryce Canyon ist, dass er aussieht wie ein Märchenland aus Türmchen. Genannt werden die zahlreichen Türmchen hoodos. In der Werbebroschüre für den Nationalpark steht, dass bei der Eröffnung viele als Feen verkleidet waren und auch danach immer wieder Kinder als Feen und Prinzessinnen ins Märchenland Bryce Canyon gekommen sind. So haben die verschiedenen Trails auch Namen wie „Fairyland Loop, Peekaboo Loop, Tower Bridge“ oder „Queen´s Garden“. Auf jeden Fall ist Bryce Canyon einer der beeindruckendsten Nationalparks – obwohl es auf den Photos im Infomaterial zuerst nicht so ausgesehen hat. Er ist durch seine Farben und die einmaligen Formen etwas ganz Besonderes und wieder etwas komplett Anderes, als wir bisher gesehen haben in der unglaublichen und prächtigen Vielfalt unserer Erde.

Wir haben nur den Tag über im Bryce Canyon verbracht, aber nicht übernachtet. Dennoch hatten wir die Zeit an einem Rangerprogramm teilzunehmen – vor allem deswegen, weil die Kinder das für die Absolvierung ihres Junior Rangers gebraucht haben 😉. Das Programm dauerte ca eine Stunde und wir gingen mit dem Ranger ein Stück eines Trails.  Es war sehr interessant. Wir haben unter anderem gelernt, in welche Büsche wir wegen Schlangengefahr nicht stehen sollten, und dass manche Tiere ihre toten Angehörigen auffressen. Außerdem soll man sich bei einem Blitz so klein wie möglich machen und möglichst nur mit den Zehenspitzen den Boden berühren. Witzig war auch die Geschichte von einem Besucher, dem sein Handy in den Canyon runtergefallen ist. Er ist einfach den steilen Abhang runtergerutscht um es zu holen. Die Ranger haben ihm zugerufen er solle stehen bleiben, damit sie ihn retten können und der Mann ist weitergerutscht zu seinem Handy und hat sich schnell aus dem Staub gemacht…Auch interessant ist, dass früher die Besucher immer Eichhörnchen und Erdhörnchen gefüttert haben – und zwar immer entlang desselben Besucherweges. Die Tiere sind neben diesem Weg gestanden und haben ihre Pfoten aufgehalten. So waren sie für Schlangen natürlich ein leichter und schneller Snack. Heute sind in den meisten Parks Hinweisschilder, dass man keine Tiere füttern soll bzw dass das gesetzlich verboten ist.

Schließlich ging es am späten Nachmittag weiter zum Zion National Park, in dem wir zwei Nächte gebucht hatten. Die Fahrt aus dem Bryce Canyon zum Zion National Park hielt zwei beeindruckende Überraschungen für uns bereit: zum einen fuhren wir durch einen beeindruckenden von roten Felsen flankierten Weg, den die ersten Siedler erbaut hatten und der durch in Felsen gesprengte Durchgänge führte. Die gesamten Felsen waren feuerrot. Es schaute einfach spektakulär aus! 

Die zweite Überraschung war die Zufahrt zum Zion Nationalpark: hier erwartete uns eine Straße durch beeindruckend hohe und enorm große Berge und Felsen sowie ein Tunnel mitten durch die Berge durch. Dieser war so schmal, dass er extra für uns mit unserem Campervan gesperrt werden musste, da kein zweites Auto an uns vorbei hätte kommen können. 

Um ca. 5 sind wir dann beim Campingplatz angekommen und haben herausgefunden, dass Leveln mit beidseitiger Geduld auch ohne Streiten funktionieren kann 😊.

Bryce Canyon

Bryce Canyon

Warten auf das Ranger Program

Im Bryce Nationalpark-Museum

Am Abgrund des Bryce Canyon´s

Durch die roten Felsen...

Eingang zum Zion NP

Tunnel zum Zion NP

24.8.2018 Vom Capitol Reef über Route 12 nach Kodachrome Basin State Park 

Auf der Route 12 gibt es zahlreiche Aussichtspunkte und Points of Interest. Wir haben uns auf einige Aussichtspunkte beschränkt und das Anasazi State Park Museum besucht. Hier sind Ruinen von Wohnstätten der Anasazi, also von Ancestral Pueblos zu besichtigen. Die Farmer haben zwischen 1.000 und 1.300 nach Christus auf dem südlichen Colorado-Plateau der vier Regionen Utah, Colorado, New Mexico und Arizona gelebt. Zudem bietet sich die Möglichkeit in nachgebaute Häuser der Pueblos reinzugehen und diese von innen anzuschauen. Auch noch nicht ausgegrabene Ruinen befinden sich auf dem Gelände. Alles in allem ist es ein sehr kleines aber interessantes Museum. 


Auf unserem Weg zum Kodachrome Basin State Park kamen wir auch am Hell´s Backbone Scenic Backway vorbei – einer Strasse, die über Felsen und Klippen führt…links und rechts geht es teils steil hinunter…als wir darüber fuhren, hat es gerade geregnet, wodurch die Abhänge links und rechts noch düsterer wirkten. Sie wurde erst 1933 fertig gestellt und bietet atemberaubende Ausblicke auf die Landschaft rundherum. 

Der Head of the Rocks Overlook bietet einen spektakulären Überblick über die Escalante Canyons und den sogenannten Million Dollar Highway: die Strasse, die 1940 erst fertig gestellt wurde und Resultat harter Arbeit und Tonnen von Dynamit war. Auch diese Strasse bietet unglaubliche Landschaftsbilder. Die Strasse schlängelt sich durch diese enorme Landschaft wie ein schmaler unbedeutender grauer Streifen. 


Unser Ziel, der Kodachrome State Park, wurde während der späten 1940er von einer National Geographic Expedition zu Ehren der damals revolutionären Kodak Filme benannt, die damals für ihre Farbgenauigkeit gerühmt wurden. Der Park ist bekannt für seine über 60 „Sandpfeifen“ und Türme, die zwischen 6-170 Fuß hoch in den Himmel ragen. 


Unsere Wanderung durch die Berge war wie durch eine Mondlandschaft mit Sand, Höhlen, riesigen Steinen und natürlich den Pfeifen und Türmen ringsum. Dieses mal war es wieder etwas heißer als sonst, aber mit dem Wind und ein paar M&Ms zwischendurch ist es gut gegangen. Wir müssen die Kinder immer ein bisschen bremsen, weil jeder voran gehen will. Da wir die Wege aber selber nicht kennen und es manchmal links und/oder rechts doch recht steil abwärts geht, ist uns das oft zu unsicher. Also gibt’s ab jetzt die Regel, dass nur mehr Gerhard oder ich ganz vorne gehen, die Kinder dazwischen und einer von den Erwachsenen bildet immer das Schlusslicht. Wir hoffen, dass damit wenigstens dieser Diskussion Einhalt geboten ist – zahlreiche andere dürfen wir ja weiterhin genießen: zB. wer kriegt bei den Trinkpausen als erstes seine Flasche? Wer darf im Wohnmobil Knöpfe drücken? Wer darf beim Lift den Knopf drücken (wird bei den Hotels dann wieder aktuell werden) 😉…


Die Kinder haben die Wanderung auf jeden Fall toll mitgemacht. Sie genießen vor allem die teils steilen und schmalen Wege. 


Bei unserem Campingplatz an diesem Tag konnte man Wäsche waschen und auch duschen. Wir haben dieses mal nicht nur unsere Klamotten, sondern gleich die ganz Bettwäsche mitgewaschen und waren dementsprechend eine Weile dran. So gut geschlafen habe ich allerdings schon lange nicht mehr.

Die Duschen, ebenso wie das Wäschehäuschen, sind neu gemacht worden. Vor allem die Dusche ist großartig: eine Regendusche mit heißem und kaltem Wasser und nobel mit Kacheln ausgestaltet. Sie war fast schöner als unsere Dusche zu Hause. Johanna hat gemeint, wenn sie so eine Dusche zu Hause hätte, würde sie jeden morgen freiwillig früher aufstehen und duschen 😊.


Beim Junior Ranger Programm von diesem Park gab es zur Abwechslung mal eine neue Aufgabe für die Kinder: sie mussten weggeworfenen Müll im Park und Campground aufsammeln. Wärend also Gerhard und ich Wäsche gewaschen und gekocht haben, sind unsere Kinder vor der Wäscherei rumgestreunt und haben Müll gesammelt, um diesen am nächsten Tag im Visitor Center mit dem ausgefüllten Ranger Heft abzugeben.


In der Früh war es traumhaft am äußersten Campingplatz des Parks mit Blick auf die rießigen beeindruckenden Berge vor dem Wohnwagen aufzuwachen. Es war traumhaft schön – so könnte man jeden Morgen erwachen…


Weiter ging es schließlich zum Bryce Canyon National Park – auf diesen waren wir besonders gespannt, da man davon sehr viel Positives hört… 

23.8.2018 Vom National Bridges Monument nach Capitol Reef 

Bereits vor Ankunft beim Capitol Reef National Park haben wir das alte Fruita Schulhaus und die Petroglyphen sowie die Obstgärten gesehen, in die jeder rein und so viel Obst essen kann wie er will. 


Der Campingplatz war dieses mal eher überschaubar und heimelig obwohl zahlreiche Wohmobile da waren. Vielleicht liegt es daran, dass wir gleich mal fünf oder mehr Mule Deers gesehen haben, die während unserer gesamten Zeit auf dem Platz da waren und sich ohne Angst zwischen die Wohmobile und deren Bewohner gemischt haben. Vielleicht aber auch am Gifford Haus, einem kleinen Häuschen mit Tante Emma Laden, wo Pie und Brot selber gebacken und verkauft wird. Im Internet wird von den Cinnamon Rolls geschwärmt, die man dort auch kriegen soll. Leider war der Mitarbeiter, der diese macht, krank und so gab es aktuell keine zum Kaufen…ein Grund wieder zu kommen 😉. Der Marillen-, Erdbeer-Rhabarber und der Beeren-Pie waren jedenfalls sehr gut. Natürlich wieder unglaublich süß – aber das kennen wir ja schon von den USA 😊.


Im Capitol Reef Nationalpark ist eine gigantische, gekrümmte Falte in der Erdkruste ersichtlich, die sich über 160 km im mittleren Südutah hinzieht. Diese eindrucksvolle Felsenwölbung, die durch die selben gewaltigen Kräfte entstanden ist, die das Colorado Plateau vor 65 Millionen Jahren formten, wird Waterpocket-Fold (Wassertaschenfalte) genannt. Zu sehen sind bunte Klippen, massive Wölbungen, in den Himmel ragende Spitzsäulen, starre Monolithen, sich windende Schluchten und anmutige Bögen. Auch hier gibt es einen Scenic Drive auf dem man durch die Landschaft fahren und sie sich anschauen kann sowie zu den verschiedenen Startpunkten für Wanderungen kommt. Obwohl es schon fünf Uhr am Abend war und weil wir an diesem Tag noch nicht viel gewandert waren, sind wir mit dem Wohnmobil auf den Scenic Drive und haben noch eine tolle Wanderung gemacht. Dabei haben wir nach einem steilen Aufstieg auf einen der Berge die Waterpockets gesehen und auch das Pioneer Register. Das ist ein Durchgang zwischen zwei Felsen, von denen einer ganz glatt ist. Hier haben sich die Pioniere verewigt, indem sie ihre Namen mit Datum in die Felsen geschlagen haben. Es ist faszinierend, wenn man sich vorstellt, dass hier vor über 200 Jahren die ersten Siedler (Mormonen) durchgezogen sind und noch viel früher Indianer hier jagten und Ackerbau über einen Zeitraum von mehr als 1000 Jahren betrieben haben.


Durch das Tal fließt auch der Fremont River, an dem sich die Mormonen um 1880 niedergelassen und Obstplantagen gepflanzt haben. Diese bestehen heute noch. Wir haben Pfirsiche und Pflaumen probiert und für einen Dollar pro Pfund Pfirsiche mitgenommen. Sie hätten zwar noch ein bisschen reifen können, waren aber dennoch nicht schlecht. Die Kinder essen sie gerne. 


Ein kleines Schulhaus der Mormonen mit den winzigen Sitzbänken und einem großen Ofen in der Mitte war auch zu sehen. Außerdem waren in den Felsen noch Petroglyphen zu sehen. Das sind Bilder, die in die Felswände gemeißelt oder gekratzt wurden im Gegensatz zu den Pictographen, die auf die Felswände gemalt wurden. Wenn man sich vorstellt, wie die Menschen damals an der Stelle gestanden und die Bilder gemacht haben, ist das schon beeindruckend…


Die Landschaft hier war die letzte in Amerika in den damals 48 Staaten, die kartographiert wurde. 


Beim Wohnmobil sollte man übrigens immer schauen, dass es nicht zu schräg steht, damit der Kühlschrank funktioniert und zum Schlafen wäre es auch nicht gerade angenehm. Wenn der Untergrund nun aber schrägt ist, kann auch das Wohnmobil nicht gerade stehen. Also hat man als Hilfe Stützen (Keile) dabei, auf die man mit den jeweiligen Rädern rauf fahren kann, damit man eine gerade Position erreicht. Das nennt man hier „leveln“. Hilfreich ist beim Leveln, wenn jemand den Fahrer einweist, wie weit er fahren muss/kann, damit er genau auf dem Keil drauf ist. Genau das Richtige für Gerhard und mich…für uns war es schon ein Segen, als Navigationsgeräte erfunden wurden, da wir beim Kartenlesen regelmäßig zum Streiten gekommen sind. Auch das Leveln hat dazu geführt, dass wir am Abend beim Einparken unseren ersten richtigen Streit auf der Reise hatten 😉. Somit schauen wir, dass wir in Zukunft nur noch gerade Parkplätze kriegen 😊.


Am Morgen gab es erstmals seit langem wieder frisches Sauerteig-Brot aus dem Gifford Haus. Natürlich mussten wir vor unserer Abfahrt auch noch die Junior Ranger Abzeichen für Johanna und Alexander abholen und dann „back on the road“ – weiter auf dem Scenic Byway 12 zum Kodachrome Basin State Park. Für den Scenic Byway 12 gibt es einen separaten Guide mit Attraktionen und Aktivitäten – sie wird auch Utah´s All-American Road genannt… 

22.8.2018 Vom Navajo National Monument Nationalpark zum National Bridges Monument Utah 

In der Nacht im ärgsten Regen ist noch eine polnische Reisegruppe mit Autos und Zelten auf dem Platz angekommen. Sie müssen beim Aufstellen platschnaß geworden sein. Der Schlaf selber war wohl auch nicht so angenehm – sie sind nämlich schon früh wieder am zusammen packen gewesen und haben uns dabei mit ihrem fröhlichen Geschnatter geweckt. Auch die Toiletten scheinen sie rege genutzt zu haben – der Boden war komplett verschmutzt. 


Wir haben, da das Visitor Center offen war, noch das Junior Ranger-Heft mit den Aufgaben für die Kinder abgeholt, es ausgefüllt und noch einen Trail mit atemberaubenden Ausblick gemacht. Dieses mal haben die Kinder das Abzeichen bekommen, einen Sticker und einen Bleistift. Die Idee hinter dem Programm ist toll: man bringt den Kindern spielerisch den sorgsamen Umgang mit der Natur und den Parks sowie Informationen über Entstehung und Geschichte bei. Im kleinen Museum beim Visitor Center hat eine Indianer-Frau gezeigt wie man früher Körbe geflochten hat. Ein anderer Indianer hat tolle Landschaftsbilder gemalt. Und Gerhard hat die Gelegenheit genutzt und Büffelfleisch mit Beeren gekauft und probiert. Ihm schmeckts. 


Bei der Weiterfahrt gab es neben der tollen Landschaft zur Abwechslung mal ein Hörspiel zu hören. 


Wir sind durch das Monument Valley auf dem Weg in den Staat Utah nur durchgefahren. Hier sind mitten in der eher flachen Landschaft riesige Felsen zu sehen. Man fragt sich beim Vorbeifahren unweigerlich wie die dahin gekommen sein können, da sie teils mit großen Abständen dazwischen platziert sind. Es sieht spektakulär aus.


Weiter gegangen ist es dann durch eine eher flache nach jeder Biegung anders aussehende Landschaft bis wir auf einmal vor einem Berg gestanden sind, auf den wir hinauf sollten. Schon herunten wurde davor gewarnt mit zu schweren Fahrzeugen und Anhängern die Straße mit ca. 10% Steigung zu befahren, was uns als alte Bergstraßenfahrer nicht davon abgehalten hat unser RV (Recreational Vehicle: dazu gehört auch unser Campervan) den Berg hinaufzujagen. 

 Die Straße war zwar nicht geteert, aber doch sehr gut ausgebaut und relativ breit. Obwohl wir alle mit Höhe eher vorsichtig umgehen, war die Fahrt ein Erlebnis und hat definitiv unseren Adrenalin-Spiegel steigen lassen. Der Ausblick war unglaublich! Ein cooles Erlebnis! …auch wenn wir beim Rauffahren mehrere ältere Autowracks im Abgrund gesehen haben…Oben angekommen haben wir uns geistig schon für die Abfahrt bereit gemacht – aber es kam keine. Wir sind auf einem Plateau angekommen und dort weiter gefahren.


Der National Bridges Monument National Park in Utah wurde 1908 als erster Park in Utah durch Präsident Roosevelt zum National Park erklärt. Hier sind drei Brücken aus Stein, die durch jahrelange Erosion natürlich entstanden sind, zu sehen. Auf die Brücken drauf darf man nicht, da das zu gefährlich wäre und man nicht weiß wie viel Gewicht diese aushalten. Die Brücken sollen natürlich so lang als möglich erhalten bleiben. Man kann unten zwischen den Brücken hin- und herwandern. Es gibt aber auch eine Loop Road, die zu verschiedenen Aussichtspunkten und von einer Brücke zur anderen führt. Dort kann man dann jeweils zu den Brücken hinuntersteigen. Wir haben uns dafür entschieden zur größten und auch noch zur ältesten Brücke hinunter zu marschieren. Außerdem gab es auch hier unter einem Felsen eine Siedlung der Ancestral Puebloan, die wir uns angeschaut haben. Sie heißt Horsecollar Ruin und hat den Namen von den Türöffnungen, die die Form eines Pferdekragens haben (oben oval und unten gerade). Die Wanderung zur ersten Brücke war ein Traum durch eine Märchenlandschaft. Sie hat uns über Felsen, Holzleitern, unter hervorhängenden Klippen und durch Waldstücke hindurchgeführt. Für Kinder muss sowas ein Traum sein und wir Erwachsenen haben es auch genossen. Mit Alexander müssen wir immer etwas aufpassen, da er vor allem in der Sonne auf einmal keine Lust mehr hat zu wandern bzw. müde wird. Aber die Wanderung haben wir in Rekordtempo zurückgelegt! 


Die letzten Tage hatten wir uns schon gewundert, dass es am Morgen so früh hell und am Abend so früh dunkel geworden ist. Johanna hat dann am Abend auf einmal gesagt, dass die Park Rangerin im Visitor Center eine andere Uhrzeit hatte – nämlich eine Stunde früher als wir. Ja, ja – die Zeitumstellung in Amerika geht von einem Gebiet zum anderen manchmal schneller als man denkt und ohne dass man es merkt 😉.  

21.8.2018 Vom Campingplatz Lees Ferry zum Navajo National Monument 

  

Mit leeren Black und Grey Water Tanks und frisch aufgefülltem Wassertank haben wir uns von Lees Ferry verabschiedet und Richtung Horseshoe Big Bend aufgemacht. Das ist eine Biegung des Colorado Rivers, die von oben aussieht wie ein riesiges Hufeisen. Vermutlich kennen es manche aus Western Filmen. 


Vom Parkplatz führt ein ca. 15-minütiger Weg über roten Sand und Gestein wie am schönsten Sandstrand zur Aussicht auf den Horseshoe. Sehr viele andere Touristen haben diese Attraktion ebenfalls besichtigt und wieder sehr gewagte Photos auf den äußersten Felsen gemacht. Die Aussicht hinunter auf den Fluss aus schwindelerregender Höhe ist toll. Das Wasser ist so klar, dass man unten beim Fluss am Rand auf den Boden hinuntersieht. Zurück im Wohnmobil waren unsere Schuhe voller Sand. Das war an diesem Tag jedoch erst die erste Begegnung, die wir mit Sand noch haben sollten…


Gerhard hatte über Internet einen Ausflug bei Antilope Canyon X gebucht. Dort angekommen, sind wir und noch einige andere mit Bussen tief in die Landschaft zum Ausgangspunkt für die Besichtigung gebracht worden. Die Höhlen sind sehr schön – eine Welt, in der man stundenlang sitzen oder herumgehen und einfach genießen könnte. Auch Alexander und Johanna waren fasziniert und wären noch viel länger dort geblieben. Beim Zurückgehen zum Ausgangspunkt hat uns ein kleiner „Sandsturm“ überrascht. Wir hatten uns zuvor schon gewundert, warum einige der Touristen langärmelige Kleidung und einen Schutz für den Mund bzw. Kopf getragen hatten. Nach dem kleinen Sturm bzw. wohl eher Windböen für die Einheimischen, haben wir es gewusst: Der Sand prickelt auf der Haut als ob viele kleine Nädelchen rein stechen würden und wird einem überall hin geweht. In die Augen, die Nase, in die Ohren, in die Haare und in die Kleidung sowieso. Retour am Parkplatz beim Wohnmobil sind wir alle erst mal duschen gegangen und haben die ganze Kleidung mit den Schuhen auf einen Platz zur Türe hingeworfen um alles erst mal vom Sand zu säubern, sobald der Wind nachlassen sollte. Danach sind wir so rasch als möglich weitergefahren und siehe da – bald war überhaupt kein Wind mehr zu spüren. Unsere ersten Sandböen haben wir also auch hinter uns 😊.


Auf der Suche nach Wifi haben wir im Denny´s Mittag gegessen – einem Restaurant, das uns eigentlich als familienfreundlich und gut empfohlen wurde. Internet hatten wir zwar um die weitere Route genauer zu planen sowie einige Arbeiten zu erledigen, aber das Restaurant hat nicht wirklich einen guten Eindruck gemacht. Der Boden war nicht wirklich sauber, die Wartezeit war eher lang und die Portionen klein ☹. Dieses Denny´s in Page können wir also nicht empfehlen. Aber es sind ja nicht alle Filialen genau gleich.


In Page ist auch noch der Lake Powell Stausee, der entstanden ist, weil der Glen Canyon Damm den Colorado River staut. Ein enormer Damm, der hoffentlich hält. Der Wind auf der Brücke, die darüber führt, bläst einen fast weg, so dass Gerhard und ich froh waren, dass die Kinder im Wohnmobil geblieben sind.

Einige Zeit später nach dem Durchfahren der verschiedensten und hinter jeder Kurve wieder anderen Landschaften sind wir am Sunset View Campground im Navajo National Monument angekommen. In jedem Nationalpark bzw. Monument gibt es ein Visitor Center. Hier kriegt man Informationen zu den Hiking Trails (Wanderwegen), Pläne des Parks, oftmals auch den Standplatz für den Campground, zahlt Eintrittspreise, wenn der Park nicht kostenlos ist und bekommt auch die Junior Ranger Hefte mit Aufgaben für die Kinder, die das Junior Ranger Abzeichen des Parks bekommen wollen. Und unsere Kinder wollen das…in jedem Park! Das heißt unsere Tage sind auch gefüllt mit Ausfüllen der Junior Ranger Hefte – das macht natürlich auch Spaß und die Kinder lernen was dabei…aber mit Ausruhen ist da nichts. Vor allem Johanna will nicht nur die notwendigen Aufgaben in den Heften machen, sondern das gesamte Heft. Alles andere geht nicht. Und Alex macht schon fleißig mit und will – obwohl er noch nicht schreiben kann – natürlich auch alles machen 😉.


Im Navajo National Monument ist der Eintritt ausnahmsweise frei und man zahlt auch nicht die üblichen je nach Nationalpark verschiedenen 10-50 Dollar für den Campingplatz pro Nacht. Das Visitor Center war bei unserer Ankunft schon zu. Am Campingplatz selber waren wir fast die Einzigen, die dort übernachtet haben. Die Campingplätze stehen sehr weit auseinander und man sieht sich so gut wie gar nicht. Die Landschaft in diesem Park war wieder atemberaubend. Ich weiß schon gar nicht mehr welche Worte ich verwenden soll um die schönen Sachen zu beschreiben, die wir schon gesehen haben. Aber es war wie in einer Märchenwelt. Sand, Gestein, Gebüsch, kleine Pfade und Wege und alles zum darum herumklettern und -gehen. Einfach wunderschön und den Kindern macht sowas natürlich viel mehr Spaß als Asphalt- oder eintönig dahingehende Wege. 

Am Abend haben wir ausgehend vom Visitor Center noch eine Wanderung runter zum Betatakin Canyon gemacht. Dabei haben wir neben dem Visitor Center echte Dinosaurier Fußabdrücke gesehen mit der Erklärung dabei, wie diese entstanden sind und dass sie hier im Navajo Tal häufig vorkommen. Wir waren erst mal baff und haben nicht gewusst ob wir das glauben sollen oder nicht, weil man mit sowas sonst überall wie verrückt Werbung machen würde. Aber anscheinend ist das hier so häufig, dass es nicht zu den außergewöhnlichen Besonderheiten gehört. Auch eine Schwitzhütte und ein Pueblo-Haus wie vor ca. 1.000 Jahren hat man hier anschauen und auch reingehen können. 

Die abendliche Wanderung hat uns zum Betatakin Aussichtspunkt geführt. Es handelt sich dabei um eine Siedlung der Puebloans unter einem Felsvorsprung, die von ca 1250-1300 bewohnt war. Bis zu 100-125 Menschen lebten hier in Klans oder Familiengruppen. Die Siedlung ist für die Öffentlichkeit gesperrt, was mehr als verständlich ist, nachdem was die Menschen hier schon alleine an Müll auf die Straße werfen, möchte ich nicht wissen, wie sie diese Siedlung behandeln würden. Auf jeden Fall ist es faszinierend sich vorzustellen, wie die Menschen hier gelebt haben. Die Häuser sind sehr gut erhalten und vom Aussichtspunkt inklusive Gratisteleskop aus sehr gut zu erkennen. 


Beim Rückweg hatten wir Glück – kurz nachdem wir im Wohnwagen angekommen waren, hat es angefangen heftig zu regnen und fast die ganze Nacht nicht aufgehört. Bei einem entspannten und gemütlichen Abendessen mit Salzkartoffeln, Sauerrahmdip, Salat, Paprika, Wurst, verschiedenem Käse, Butter und zum Nachtisch Mandarinenspalten mit Joghurt (Johanna: „Das ist ja ein Festmahl!“) haben wir den Tag ausklingen lassen. Es geht uns wirklich gut hier und wir genießen es! 

Horseshoe Big Bend

Toller Nationalpark

Mit Dinosaurier Fußabdruck

Ancestor Pueblo-Siedlung

20.8.2018 Wir lieben Nationalparks!  

  

Am 20.8. hatten wir einige Wege zu erledigen, bevor wir weiter zum Lees Ferry gefahren sind. Nach dem Besuch des General Stores am Market Place um Milch, Bananen und Salat zu kaufen, sind wir weitergefahren zum Visitor Center. Es gibt hier extra für Kinder Hefte mit verschiedenen Aufgaben zum Nationalpark. Dafür bekommt man das Junior Ranger Abzeichen und eine Urkunde. Unsere Kinder waren ganz wild darauf und haben fast drei Stunden damit verbracht das Heft auszufüllen – alles auf englisch... die Eltern durften somit fleißigst helfen. Im Visitor Center haben wir das Heft beurkunden lassen, die Kinder haben einen Eid schwören müssen und das Abzeichen bekommen. Außerdem versorgte uns die nette Rangerin, die sich trotz elends langer Warteschlange sicher eine halbe Stunde Zeit für uns genommen hat, mit weiteren drei solchen Heften (zu den Themen Nacht, Geschichte und Dinosaurier). Nun haben wir Arbeit für die nächsten Tage…

Vor der Weiterfahrt haben wir uns mit neuen Büchern versorgt, von denen wir in der Bilbiothek einige Gebrauchte für jeweils 50 Cent bekommen haben. Genau das Richtige für abends im Wohnmobil wenn die Kinder schlafen. Endlich hatten wir dort auch wieder mal Internet-Empfang und konnten Nachrichten und Mails abrufen 😊.


Auf dem Campingplatz haben wir an diesem Tag auch noch direkt neben den Autos 5 Elks oder Mule deers gesehen – wir sind uns nicht ganz sicher welche es waren. Sie haben keinerlei Scheu gezeigt und sind über die Straße spaziert oder haben sich im Schatten ausgeruht. Die Tiere sind grundsätzlich ungefährlich außer man kommt zwischen die Mutterkuh und ihr Junges oder sie fühlen sich angegriffen. 


Auf dem Weg zu unserem nächsten Campingplatz Richtung Lees Ferry konnten wir nochmals an zahlreichen Aussichtspunkten die atemberaubenden Blicke auf die endlose Landschaft des Grand Canyons genießen. Die Kinder wollten am Schluss schon gar nicht mehr mit raus und sind im Wohnmobil geblieben. 


Auch während der weiteren Fahrt war die Landschaft einfach spektakulär. Hinter jeder Kurve gab es neue unbeschreiblich schöne Landschaften und alles enorm groß und weit. Unser Campingplatz in Lees Ferry war eher klein und gemütlich. Weiter unten ist der Colorado River, der von hier aus weiter durch den Grand Canyon fließt. Über 200.000 Menschen jährlich fahren von hier weg mit einem Boot 14 Tage den Fluss hinunter durch Stromschnellen und ruhiges Gewässer durch den Grand Canyon durch. Das muss großartig sein, ist uns aber zum Einen wegen der Kinder und wegen der teils doch recht heftigen Stromschnellen zu gefährlich. Gerhard würde es noch eher machen als ich. 


Da wieder weiter im Tal, war es auch heißer. Vor allem ein schwüler und starker Wind hat geweht. Wir sind zum Abkühlen an die Stelle am Colorado River gefahren, an der die Boote in den Fluss rein gelassen werden. Hier hat der Fluss ca. 8 Grad, was uns nicht davon abgehalten hat uns abzukühlen – es hat zwar Überwindung gekostet, war aber herrlich! Es waren so gut wie keine Leute da, die Berge im Hintergrund, der Mond schon am Himmel – sehr, sehr schön. Wir dürfen uns wirklich glücklich schätzen, solch tolle Orte genießen zu können. 

17.8.-19.8.2018 Las Vegas adé – Nationalparks HELLO

  

Nach ca. 4 Tagen Las Vegas, die wir sehr genossen haben, war es Zeit weiter zu ziehen. Dieses mal per Wohmobil nach Needles zum Campingplatz Big Bend of Colorado, wo wir am Colorado River unser erstes Lager aufgeschlagen haben. Für uns alle ist es das erste mal, dass wir mit einem Wohnwagen unterwegs sind. Wir haben nicht genau gewusst was uns erwartet, aber es gefällt allen. Wir könnten uns sogar vorstellen, so auch in Europa mal Urlaub zu machen. Als besonders Plus haben wir einen Wohnwagen bekommen, bei dem man einen Teil nach außen fahren kann wenn man steht, sodass es dann im Wagen fast schon geräumig ist 😉.


Nach unserem Einkauf fuhren wir mit Gerhard erst mal zum Arzt, der bei ihm eine Bronchitis diagnostizierte - für schlappe 240 Dollar zuzüglich der Kosten für Medikamente…als der Arzt gehört hat, dass wir Ausländer sind, wurde es gleich nochmal teurer als die ursprünglich angekündigten 119 Dollar. Wenigstens zahlt das unsere Reiseversicherung und die Behandlung war sehr gut.


Am Colorado River wurden erst mal die Camping-Stühle und der Tisch ausgepackt und klassisch gejausnet mit Brot, Wurst, Käse und Salat. Unvergesslich bleibt das Abkühlen im Colorado-River. Ich gehe normalerweise nicht gerne in Flüsse geschweige denn in Seen, wo man nicht sieht was sich unter und neben einem bewegt. Aber der Colorado River hatte an unserem Standort eine starke Strömung, sehr klares Wasser und einen Sandstrand. Und das Abkühlen bei Außentemperaturen von 50 Grad war unglaublich erfrischend - und notwendig.


Unsere erste Nacht im Wohnmobil war furchtbar. Am Tag hatte es 50 Grad Celsius und in der Nacht um die 40 Grad – wir hatten die ganze Nacht die Klimaanlage eingeschalten, haben geschwitzt und uns die ganze Zeit hin- und hergedreht…wir sind also alles andere als ausgeschlafen gewesen. Mit einem weiteren Abstecher in den Colorado River waren wir jedoch wieder halbwegs wach und sind Richtung Grand Canyon weitergefahren. Einen Teil der Strecke haben wir über die Route 66 zurückgelegt und sind dabei auch in die Ortschaft Seligman gekommen. Hier gibt es noch einige bekannte Geschäfte und Restaurants, die wir in einer TV-Dokumentation über die Route 66 schon einmal gesehen haben. Im großen und ganzen sieht man am Straßenrand aber eher verlassene Häuser, Bahngleise mit so langen Zügen, dass sie vorne zwei in der Mitte eine und hinten noch eine Lokomotive benötigen und teilweise Farmen mit Kühen.


Faszinierend sind die Landschaften, durch die man fährt: hinter jeder Kurve erwarten einen neue spektakuläre Umgebungen und auch die Weite des Landes ist beeindruckend.

In der zweiten Nacht waren wir schon im Mather Campground im Grand Canyon Nationalpark, der wesentlich höher liegt. Hier waren die Temperaturen kühler und lagen nur bei ca. 22 Grad – in der Nacht hat es sogar auf 13 Grad abgekühlt – herrlich. Wir haben alle sehr gut geschlafen.


Das Fahren mit dem Wohnmobil und alles was sonst damit zu tun hat, funktioniert reibungslos. Wir haben von unserem Vermieter eine ausführliche Einführung und ein Handbuch dazu bekommen. Es ist zwar definitiv mehr Arbeit als wenn man mit dem Autos unterwegs ist und in Hotels absteigt, aber das tut einem zwischendurch wieder mal gut und macht ja auch Spaß. Kochen auf dem Gasherd ist problemlos möglich. Und sogar eine Mikrowelle haben wir – wir sind somit fast besser ausgerüstet als zu Hause 😊.


Grand Canyon

Der Grand Canyon – was soll ich schreiben? Einfach atemberaubend! So etwas haben wir noch nie gesehen. Es ist ein ganzes Tal voll Schluchten, Felsen, dem Colorado River, grünen Oasen,…. Man schaut oben vom Rand der Schluchten hinunter. Es gibt auf der Süd- und auf der Nordseite einen Weg am Rand der Schluchtenlandschaft, den man zu Fuß gehen kann, wo aber auch Busse fahren, die gratis sind und in die man ein- und aussteigen kann wie man will. Durch den Grand Canyon geht der Colorado River, einer der größten Flüsse Amerikas. Es gibt bei unserem Standort auch einen von wenigen Wegen hinunter in die Schlucht vom Rande des Canyons. Mit den Kindern kam das für uns allerdings nicht in Frage, da der Weg keine Zäune hatte, teils doch eher steil war und es einfach zu lange gedauert hätte. Außerdem hat es oben ca. 80 Grad Fahrenheit, während es ganz unten ca. 105 Grad hat. Wären wir alleine gewesen, hätten wir das eher gemacht. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Außerdem hat es uns schon gereicht mit den Kindern den teils ungesicherten Weg oben am Abgrund entlang zu gehen. Wir haben dafür eine streng geregelte Laufreihenfolge festgelegt. Johanna voraus und immer am rechten Rand, dahinter Alex und neben ihm ich, dahinter Gerhard. Es gab kein klettern auf Felsen und kein herumblödeln oder rennen. Die Kinder haben das wirklich sehr brav mitgemacht – ich glaube auch sie hatten Respekt vor der Höhe und den steilen Abhängen. Alex hat mir zumindest freiwillig die Hand gegeben und des öfteren gesagt, dass man wenn man da runterfällt, tot ist…


Teilweise haben wir uns gewundert und sind auch erschrocken, dass manche Leute für ein möglichst tolles Photo bis auf die äußersten Felsen hinausgehen. Wir konnten manchmal gar nicht hinsehen. Sich für ein möglichst gutes Photo in Lebensgefahr zu bringen, selbst wenn es beim Grand Canyon ist, ist ja wohl mehr als idiotisch. Aber das muss schlussendlich jeder selber wissen. Lachen mussten wir, als wir auf einem ungesicherten Felsen am äußersten Rand draußen ein Schild gesehen haben, auf dem in eher kleiner Schrift drauf stand: DANGER – Lebensgefahr…derjenige der das Schild angebracht hat, war vermutlich auch kein großer Mitdenker…😉


Den Grand Canyon Nationalpark sollte man sich wirklich anschauen, wenn man in Amerika ist und ein bisschen Interesse an Nationalparks hat. Es ist einfach faszinierend. Man muss es mit eigenen Augen gesehen haben. Natürlich wurde auch hier alles ausgebaut, so dass rundum den Canyon Straßen sind und alles mit Autos befahrbar ist. Es handelt sich andererseits auch um ein enorm großes Gebiet, sodass es nicht wirklich auffällt oder stört. Und wenn man die Canyon-Landschaft selber sieht, die ein unvorstellbares Ausmaß hat, dann stört es noch weniger. Vermutlich ist es gut, dass man in die Schluchten hinunter nur über wenige Wanderwege kommt, die noch dazu sehr steil sind und daher verhältnismäßig zur gesamten Besucheranzahl nicht von vielen Menschen genutzt werden. So bleibt wenigstens die Landschaft in den Schluchten unten weitgehend unberührt vom Massentourismus und man sieht nur von oben hinunter bzw. hinüber zu den einzigartig geformten Felsen.


Ach ja: Johanna hat auch wieder mal Querflöte geübt. Ab jetzt werden wir versuchen, jeden Tag zu üben und/oder etwas aus den Schulheften zu machen. Sie hat da zwar schon einiges fertig, aber wir wollten ja nicht in Verzug kommen, wenn die Schule wieder anfängt 😊.


Alexander hat sich zwischenzeitlich seine Wunde am rechten Knie, die vom letzten Sturz noch nicht ganz verheilt war, wieder aufgeschlagen. Dieses mal war es nicht so schlimm. Wir hoffen, dass sie jetzt wieder mal ganz verheilt.


Ansonsten geht es uns sehr gut. Gerhards Bronchitis ist auch schon wieder etwas besser. Und...wir freuen uns natürlich wieder auf zu Hause, sind aber auch fasziniert von allem, was wir schon gesehen und erlebt haben und freuen uns auf all das Großartige was uns noch erwartet! 

13.-17.8. Las Vegas

Der sogenannte Strip (Hauptstraße von Las Vegas) ist 6,5 km lang. Links und rechts sind riesengroße Hotelkomplexe, Geschäfte, Bars etc. platziert. In den Hotels im Erdgeschoss ist jeweils der Casino-Bereich, Geschäfte, Restaurants etc. - jedes Hotel ist wie eine eigene Welt für sich. Man müsste den ganzen Tag, ja wochenlang nicht rausgehen. Teilweise sind die Hotels miteinander verbunden, so dass man von einem ins andere kann. Das Mirage haben wir ausgewählt, weil es hier aktuell am Tag mehr als 40 Grad Celsius hat und das Mirage über den größten Pool verfügt. Es gibt zB. noch das Venetian, das Venedig in Italien nachgebaut wurde und innen einen künstlich beleuchteten Himmel hat. Man kann mit echten Gondeln fahren und am Markusplatz ein Eis schlecken....


Unsere Tage im Las Vegas schauen so aus, dass wir ausschlafen, am Vormittag in den Pool gehen, brunchen und dann nochmal schlafen, damit wir fit für den Abend sind. Die Luftfeuchtigkeit ist hier zwar nicht so hoch, wie an der Ostküste von Amerika, aber über 40 Grad sind einfach zu heiß um draußen herum zu spazieren - vor allem auch für die und mit den Kinder(n).


Das Spielfieber hat uns noch nicht gepackt und auch eine der großen Show haben wir nicht angeschaut, da uns keine besonders gereizt hat. Aber es gibt auch so genug zu sehen - allein schon wie besonders die Hotels sind. Teilweise kommt man sich wie in einer anderen Welt vor. Heute waren wir zB im Eiffelturm einen Cocktail trinken, im Luxor (eine Pyramide mit riesigen Sphinx-Statuen) nach einer Titanic-Ausstellung Abendessen und sind durch das Excalibur (Ritterschloss) und vorbei an Caesar´s Palace zu unserem Hotel spaziert. Las Vegas ist wirklich ein Erlebnis. Rund um die Uhr haben die meisten Geschäfte offen. Und auch sehr positiv ist: es ist sauber auf den Straßen, es stinkt nicht! Und es gibt extrem breite Gehsteige, was bei den Menschenmassen auch notwendig ist. Interessant ist, dass die Massen an Menschen hier gar nicht so stören, wie das zB. in New York der Fall war. Vielleicht liegt das daran, dass wir hier in einer Vergnügungs-/Urlaubsstadt sind - was man von New York nicht gerade behaupten kann...oder wir haben uns einfach schon an die Massen gewöhnt ;-)

Venetian außen

Delphine im Secret Gardens beim Mirage

Secret Gardens