17.9. Flug nach China -> siehe China, Japan 09/2018

16.9. Football-Match: SF 49ers vs Detroit Lions

Ein Football-Match wollte ich mir immer schon mal anschauen. Zum einen um das Spiel live zu sehen und zu verstehen, zum anderen um die Stimmung und Atmosphäre mitzubekommen.
Obwohl der Spaß nicht ganz billig ist (billigste Karte kostet ca. 70 USD), hat es sich rentiert. 

Wir sind mit Bus und Zug ca. eineinhalb Stunden hingefahren und schon beim Hinfahren haben wir in den Farben der San Francisco 49ers angezogene Fans gesehen. Viele haben auf dem Parkplatz vor dem Levis-Stadion gegrillt und gegessen, weil das Essen drinnen nicht günstig ist. Die Stimmung war genial. Es waren tausende Fans dort und haben ihre Mannschaft angefeuert und geschrien. Schon der Beginn war super. Zuerst wurde live die Amerikanische Hymne gesunden mit einer Fahne ausgebreitet über dem gesamtem Spielfeld. Dann sind pünktlich zum Ende der Hymne mit enormem Getöse zwei Kampfjets über das Stadion geflogen. Und die Cheerleaders durften natürlich nicht fehlen. Das ganze wurde rechts und links noch auf zwei überdimensionalen Monitoren übertragen. Die Amerikaner wissen einfach wie man eine gute Show macht! 

Als Goodie bzw. kleines Geschenk hat jeder Besucher ein "Wackelmännchen" vom Quarterback der 49ers bekommen. Einer hat es in unsere Koffer geschafft :-)

Das Spiel selber haben die 49ers knapp mit 30 zu 27 Punkten gewonnen. Das Spiel selber hat vor allem mit Kraft und Schnelligkeit zu tun. Die Spieler müssen - sehr einfach beschrieben - die andere Mannschaft daran hindern, zu weit in ihren Bereich reinzukommen. Sie hüpfen aufeinander drauf, dass man fast Angst um sie bekommt. Aber sie sind vermutlich etwas trainierter als wir :-) 

Es war auf jeden Fall ein tolles Spiel. Baseball und Basketball stehen auch noch auf unserer Liste. Das muss auch toll zum Zuschauen sein.

15.9. San Francisco: Bike-Tour

Die Fahrrad-Tour war schon länger geplant und die Bikes im Voraus gebucht. Wir fuhren mit zwei Kids-Tandems, bei denen die Kinder jeweils vorne sitzen und nur treten, nicht aber lenken können. Das konnten nur die Erwachsenen hinten - und das war auch gut so. Die Wege waren nämlich sehr voll - was teils auch daran liegt, dass heute Samstag war. 

Wir sind über die Golden Gate Bridge geradelt und wieder retour. Nein - wir sind nicht mit der Fähre zurück gefahren. Wir kommen ja schließlich aus Österreich - da ist man Ärgeres gewohnt in Sachen Fahrradfahren :-)
Der Wind war teilweise allerdings so heftig, dass es einen fast ans Geländer geblasen hat. Man musste also ordentlich treten. Johanna und Alexander haben das super gemacht! Es war anstrengend, hat uns aber allen gut gefallen. Das anschließende Donut-Essen im Krispy Donuts auch! Aber Dunkin´ Donuts sind doch noch etwas besser...

Schließlich sind wir um ca. 17 Uhr ins Hotel gekommen, die Kinder haben sich ausgeruht, ich habe nochmal in einer Wäscherei die Schmutzwäsche gewaschen, damit das Packen am Sonntag Abend besser geht und dann ging es noch einmal zum Food Court...

14.9. San Francisco: Querflötenstunde, Academy of Sciences

Heute hatte Johanna erstmals seit wir unterwegs sind mit ihrer Gota Mirja Querflötenstunde. Per Whats App hat es gut geklappt. Und wieder mal ein bisschen mit Gota, Onkel und den Cousinen plaudern, war auch ganz toll! Jetzt wissen wir auch wieder woran wir weiter üben können.

Am späten Vormittag sind wir aufgebrochen in die Academy of Sciences. Wir waren schwer begeistert: ein weißes Albino-Krokodil, viele Tiere, teils lebendig, teils ausgestopft, viel zum Angreifen und Berühren, ein nachgestelltes Erdbeben, ein Regenwald mit wunderschönen Schmetterlingen, Filme über das Meer, die Sterne und noch viel mehr. Der Nachmittag ist wie im Flug vergangen und wir hatten nur noch kurz Zeit etwas weiter in den Golden Gate Park zu fahren, um Bisons anzuschauen. Die haben wir zwar gesehen - aber von etwas weiter weg, da ein Tier gerade als wir gekommen sind quer durch das Gehege zur anderen Seite des Zauns gelaufen ist. Wir waren schon zu müde um nochmal auf die andere Seite des riesigen Geheges zu gehen...Photos mussten also reichen.

Am Abend sind wir zu einem tollen Food Court in einem Einkaufszentrum in der Nähe unseres Hotels gefahren. Wir lieben diese Art zu essen mittlerweile. Rundum sind alle möglichen Restaurants, die Essen ausgeben und in der Mitte gibt es Tische mit Stühlen. Man kann sich hinsetzen wo man will und jeder kann das essen, was ihm schmeckt. Bei Johanna ist das meist Pizza oder Reis, bei Alex Nudeln oder Pizza, bei Gerhard Fleisch mit Beilagen und bei mir meist Reis mit Fleisch oder Salat. Probiert haben wir an dem Abend als Nachtisch auch noch Eclairs mit Schoko und Vanillefüllung - sehr gut! 

13.9. San Francisco: Aquarium, Pier 39

Der Weg zum Aquarium war spannender als das Aquarium selber. Wir sind mit einem Cable Car den Berg rauf und auf der anderen Seite wieder hinunter bis zur Lombard Street. Das ist eine kurvige rot gepflasterte Straße mit wunderschönen Blumen. Die Touristen scharen sich hier um die Straße und fahren zum Teil im Schneckentempo mit dem Auto hinunter. Es ist zwar schön anzusehen, aber wohnen möchten wir hier nicht.

Unten angekommen sind wir am Hafen entlang zum Aquarium spaziert und sind dabei zufällig auf ein Kriegsschiff gestoßen sowie auf ein Kriegs-U-Boot. Da wir ein U-Boot schon letzten Sommer in Hamburg besichtigt hatten, wollten wir das Kriegsschiff anschauen. Es ist eines der zwei letzten Schiffe diesen Types, die für den 2. Weltkrieg gebaut worden sind. Das Schiff war am D-Day tatsächlich in der Normandie dabei! Außerdem hat man im Motorraum des Schiffs Teile des Titanic-Films gedreht. Unglaublich auf was man hier zufällig stößt. Man konnte auf dem Schiff fast alles besichtigen, was wir natürlich ausgenutzt und uns eine Stunde lang auf allen Decks ausgetobt haben. 

Der Pier 39 ist ein Teil von Fisherman’s Wharf und eine ehemalige Bootsanlegestelle, die heute einen ganzjährigen Rummel mit Souvenir-Läden, Fahrgeschäften, Restaurants und einem Aquarium beherbergt. Das Aquarium - eigentlich unser Hauptziel - war sehr klein. Wir wissen jetzt zwar wie Chinchillas aussehen und haben Seeotter beim Schwimmen zugesehen (die haben unglaublich viel Energie), aber mit dem Aquarium in Toronto kann dieses hier nicht mithalten...zum Glück war es beim City Pass dabei, sonst hätte uns fast das Eintrittsgeld gereut...

Am Pier 39 haben wir uns frisches Obst und Crepes mit Nutella und Bananen gegönnt. Der Wind hat geblasen wie verrückt, so dass wir alles schnell wegessen mussten :-)

12.9. San Francisco: Alcatraz, Exploratorium

Alcatraz habe ich mir immer sehr weit draußen im Meer vorgestellt mit nichts als Wasser und einigen Felsen rundum. Tatsächlich liegt die kleine Felseninsel mitten in der Bucht von San Francisco. Man fährt gerade mal ca. 10 Minuten mit dem Boot hinaus. Es ist eine der wohl größten Touristenattraktionen von San Francisco.

Die Tickets sind einige Wochen im Voraus zu buchen. Da wir schon um 8:30 auf die Insel hinüber gefahren sind, mussten wir um 7 Uhr aufstehen - so früh wie schon lange nicht mehr. Aber es hat bestens geklappt. 

Ebenfalls neu für uns war, dass die Insel vor allem wegen der vielen Seevögel und der Pflanzen auf der Insel ein National Park ist. Das hieß für die Kinder: Junior Ranger. Sie haben also noch einen Badge bekommen, den wir nach Hause schicken dürfen.

Es wird viel Wert darauf gelegt, dass Alcatraz nicht nur als Hochsicherheitsgefängnis-Insel gesehen wird, sondern auch als ehemalige Festung, als Naturschutzgebiet und auch als Symbol für die Indianer-Gleichstellung, da diese einige Zeit nach der Schließung von Alcatraz für ein paar Monate die Insel besetzt hatten. Ich vermute aber, dass der Großteil der Besucher dennoch wegen des Gefängnisses hinfährt - wir auf jeden Fall schon...

Und es war sehr interessant. Man kann mit Kopfhörer und Erklärungen in deutscher Sprache auf Band durch das Gefängnis durchgehen. Man sieht wo Al Capone gelesen hat, wo es einen Gefängnisaufstand gab, bei dem Wärter und Insassen umgekommen sind, man sieht wie es den drei Insassen gelungen ist, Löcher in die Wand zu graben. Man erfährt, dass die Insassen die Schokolade riechen konnten, die in San Francisco in der Schokofabrik hergestellt wurde; dass bis zu 75 Familien der Wärter mit Kindern auch auf der Insel gelebt haben usw. 
Johanna fand es ebenfalls hochspannend. Alex zu Beginn auch - aber als er alle Knöpfe am Audio-Guide durchprobiert hatte, wurde es ihm dann zu langweilig  :-).

Nach unserem Alcatraz-Abenteuer sind wir in das Exploratorium. Das ist so etwas wie die Inatura in Dornbirn - nur 20x so groß....
Es gab viele hochinteressante Sachen und Experimente für Kinder zum Ausprobieren. Unsere waren jedenfalls begeistert. Wir sind viereinhalb Stunden dort gewesen und hatten zum Glück noch viel Wasser, M&Ms und Chips vom Mittagessen dabei, damit uns die Energie nicht ausgeht! Wir konnten auch live beim Sezieren eines Kuh-Auges zusehen...

Santa Cruz am Pier

Im Zug nach San Francisco

Cheesecake Factory

Cheesecake Factory

Warten in der Post beim Päckchen nach Hause schicken - wir können leider nicht immer alles mitnehmen...

Im Hafen von San Francisco: Greenpeace-Schiff

Im Science Museum

Nach dem Fahrradfahren beim Donut Essen

Footballspiel der San Francisco 49ers gegen die Detroit Lions - TOP!

11.-17.9.2018 SAN FRANCISCO

Wir haben die Campingzeit erfolgreich abgeschlossen, das Wohnmobil abgegeben und sind gut in San Francisco angekommen. Die Golden Gate Bridge und Alcatraz erwarten uns. Wir sind gespannt, was alles auf uns zukommt. Selbst die Suche nach einer Propangasnachfüllstation für die Abgabe des Wohnmobils konnte unsere Freude auf die Stadt nicht trüben. Und schließlich hat sich herausgestellt, dass unser Camperverleih das Gas eh selber günstiger nachfüllt...also die ganze Aufregung umsonst und alles gut!


Beim Abgeben des Wohnmobils haben wir einen Herrn getroffen, dessen Großmutter aus Alberschwende gekommen ist und Hopfner geheißen hat. Er hat uns dann ein Büchlein gebracht, dass liegen geblieben ist...jetzt ratet mal, was das für ein Büchlein war - in San Francisco, USA? "Sprechen Sie Vorarlbergerisch" mit meiner Schwester und ihrem Mann auf dem Cover! Herrlich! - mit welchen Hopfners genau der Herr verwandt ist, haben wir leider noch nicht herausgefunden...
 
 Unser Hotel (Donatello) in San Francisco Downtown hat uns dann mit einem großen Zimmer, einer tollen Dusche und einem Fitnessbereich inklusive Sauna schon mal positiv überrascht. Vielleicht empfinden wir es auch nur so, weil im Wohnwagen der Platz und das Wasser zum Duschen begrenzt waren.
 
Heute bekamen wir bereits einen ersten Eindruck von der Stadt mit den Cable Cars und Hügeln mit den roten Straßen. Sehr sauber, sehr breite Gehsteige, kein Gedränge - und ein toller Hafen mit schönen Restaurants und Bars. Neben der berühmten Golden Gate Bridge gibt es zahlreiche andere Brücken über die Bucht von San Francisco. Eine davon ist die San Mateo Bridge mit 11.265,41 Metern. 93.000 Autos fahren im Durchschnitt pro Tag über diese Brücke. Es wird einem ganz anders, wenn man drüber fährt und links und rechts so lange nur Meer sieht... 

10.9.2018 Auf nach San Francisco – letzte Nacht im Wohnmobil

Unsere letzte Nacht in Amerika im Wohnmobil haben wir an einem Traumstrand verbracht: am Half Moon Bay State Beach im Francis Beach Campground. Man konnte zwar auch hier nicht schwimmen, da der Seegang, die Strömung und der Wind viel zu stark und die Wellen zu hoch waren. Aber unsere Kinder hatten die größte Freude damit auf die Wellen zuzurennen und wieder davon, wenn sie das Wasser auf dem breiten Sandstrand vor sich her getrieben haben. Alexander ist dabei dreimal hingefallen und hat dreimal Klamotten gewechselt, bis er schließlich in Gerhard´s Pullover gelandet ist. Es hat ihm trotzdem Spaß gemacht. 

Am Abend waren die Kinder kaum ins Bett zu kriegen. Also haben wir unsere letzten Vorräte verputzt, Kekse und Milch getrunken und nach dem Koffer packen noch ein bisschen UNO. 

In der Früh war an Verschlafen nicht zu denken - eine Heulboje hat uns aus unseren Träumen gerissen :-).

Traumausblicke unterwegs

Half Moon Bay State Beach

Alex in Gerhard´s Pulli

8.9.-10.9.2018 KOA-Campingplatz Santa Cruz

Eigentlich war geplant am Kirk Creek Campground zwei Tage zu bleiben. Vor allem weil man dort am Wochenende nur zwei Tage zusammen buchen konnte. Da wir aber noch einige Meilen vor uns hatten und Sachen anschauen wollten, die schon weit im Norden lagen, hätte sich das Zurückfahren nicht rentiert. So haben wir schon nach der ersten Nacht Adieu gesagt und sind den Highway 1 weiter hinauf gefahren. 

Dabei haben wir im Julia Pfeiffer Burns State Park die McWay Falls (Wasserfall) gesehen. Das ist einer der wenigen Wasserfälle, die direkt in den Pazifik fließen. Außerdem gab es an verschiedenen Aussichtspunkten Seelöwen und tolle Ausblicke zu bewundern. Auch über die berühmten und teils schon sehr alten Brücken, für die der Highway 1 bekannt ist, sind wir gefahren. Die bekannteste davon ist vermutlich die 1932 eröffnete Bixby Bridge, da sie Motiv zahlreicher Postkarten ist und war.

Im Point Lobos State Reserve haben wir an der Küste entlang eine Wanderung gemacht. Hier gab es auch wieder Junior Ranger Hefte für die Kinder zum Ausfüllen um einen Badge abzuholen. Dabei haben wir die längste Zeit eine Maus beobachtet, wie sie aus ihrem Mauseloch immer wieder raus gegückselt hat. Das war wirklich faszinierend! Auch Seelöwen, Sea Gulls und Pelikane waren zahlreiche zu sehen. 

Eine Freiwillige, die hier übrigens in vielen Parks kostenlos mitarbeiten, hat uns erzählt, dass wir uns in Acht nehmen müssen vor Blättern der Poison Oaks (Gifteiche), da diese zu schlimmen Hautausschlägen führen können. Alexander wollte danach gar nicht mehr zurück laufen und ist weder links noch rechts vom Weg abgewichen um ja keine Blätter zu berühren 😊

Schließlich sind wir weiter gefahren nach Carmel-by-the-sea. Das ist ein kleines sehr schönes Städtchen direkt am Meer mit unglaublich vielen schönen Aussichtspunkten. Es gibt einen 17-Meilen-Drive, den man mit dem Auto entlang der Küste bist fast nach Monterey fahren kann. In Monterey haben wir nur kurz angehalten um einen Campingplatz zu suchen, da wir für die kommende Nacht noch nichts gebucht hatten.

Schließlich haben wir bei einem KOA-Campingplatz in Santa Cruz angerufen, bei dem noch mehr als genug Plätze frei waren. Also sind wir noch weiter hinauf gefahren und haben erstmals und gleich zwei Nächte auf einem privaten Campingplatz campiert. Hier gab es Strom- und Wasseranschluss sowie Duschen, eine Wäscherei, einen Swimming Pool, einen Jacuzzi, einen Einkaufsladen, einen Spielplatz, einen Minigolfplatz, etc.…also eigentlich nicht wirklich Camping. Entsprechend kostet hier ein Platz mit Full Hook Up ca. 100 Dollar pro Nacht bei 4 Personen. Aber nachdem wir sonst immer öffentliche Plätze genutzt hatten, wollten wir uns das auch mal gönnen...

Wir haben also einen Faulenztag geplant, der dann allerdings doch relativ voll wurde mit dem Waschen von Schuhen, Rucksäcken und Kleidung und dem Vorsortieren der Kofferinhalte sowie anderer administrativer Sachen.

Da wir den Wohnwagen ja in zwei Tagen abgeben mussten, haben wir geschaut, dass auch der Kühlschrank langsam wieder leer wird und viel verkocht und weg gegessen. Hungern mussten wir in diesen Tagen auf jeden Fall mal nicht.

Highway 1

Highway 1

Wasserfall ins Meer

Bixby Bridge am Highway 1

Point Lobos State Reserve

Walschädel

KOA Campground

KOA Campground

KOA Campground

KOA Campground

7.9.2018 Highway 1 – Campingplatz Kirk Creek

Auf den nächsten Tag hatte sich vor allem Gerhard schon lange gefreut. Er liebt Wasser und alles was damit zu tun hat. Also sind wir den Highway 1 an der kalifornischen Küste entlang gefahren der den Norden und Süden des Bundesstaates miteinander verbindet und unter anderem an San Francisco und Los Angeles vorbei führt. Das heißt beim Befahren der Straße sieht man fast immer das Meer neben sich. Außerdem gibt es zahlreiche Ausbuchtungen mit atemberaubenden Ausblicken. Der Highway war wegen zahlreicher Erdrutsche lange gesperrt und ist erst vor kurzem wieder eröffnet worden. Unser Plan war es lediglich bis nach San Francisco zu fahren, da wir dort das Wohnmobil retour geben mussten. 

Auf dem Weg dahin lag auch das Hearst Castle. Das ist ein schlossartiges Anwesen in der Nähe von San Simeon, das in den 1920er Jahren vom Zeitungsverleger William Randolph Hearst auf einem Hügel mit Blick zum Pazifik erbaut wurde. Sein Vater wurde auf der Suche nach Gold reich, allerdings weil er dabei Silberminen gefunden hat. Er war nicht viel zu Hause, ist aber oft mit seinem Sohn – eben William – auf ebenjenem Hügel campen gewesen, wo dieser dann als knapp 60jähriger das Schloss über einen Zeitraum von ca. 20 Jahren er- und auch mehrfach umgebaut hat, . 

In den 1920er und 1930er Jahren ließ Hearst Hollywood-Stars und -Sternchen einfliegen und feierte regelmäßig Partys. Es herrschten strenge Regeln und feste Gebräuche auf Hearst Castle, an die sich alle Gäste zu halten hatten. So wurde erwartet, dass jeder Gast zum formellen Abendessen erschien, tagsüber aber wurde er meist sich selbst überlassen, während Hearst sich um seine Geschäfte kümmerte. Hatte einer der Gäste nichts Passendes zum Anziehen dabei, konnte er sich aus einem eigens von Hearst zur Verfügung gestellten Kleiderfundus bedienen. Zu den bekanntesten Gästen gehörten unter anderen Charlie Chaplin, Winston Churchill, Rudolph Valentino, Cary Grant, Charles Lindbergh, Joan Crawford, Calvin Coolidge und Clark Gable.

Wir haben zwei der insgesamt vier Touren im und um das Schloss mitgemacht und waren schwer beeindruckt. Bei dem Schloss sieht man, was entstehen kann, wenn man viele Ideen, viel Zeit zum Bauen und massenhaft Geld dafür hat. 

Beim Weiterfahren gab es noch einen tollen Aussichtspunkt, von dem aus man direkt am Strand unten Horden von See-Elefanten und Seelöwen gesehen hat. Die meisten sind nur unten gelegen und haben sich nicht bewegt. Manche haben vermutlich zum Schutz gegen die Sonne mit ihren Flossen Sand auf sich „geschleudert“. 

Übernachtet haben wir auf dem Campingplatz Kirk Creek, von dem man direkt auf das Meer hinaus sieht. Zum Meer hinunter gab es einen kleinen dschungelartigen Weg. Unten war es windig wie fast überall an der Küste. Wir haben es genossen uns von den Wellen anspritzen zu lassen 😊.

Nachdem wir auf unserer Reise die letzte Zeit fast immer Tiere gesehen haben (Mules, Pferde, Bären 😉 etc.), gab es auf diesem Campingplatz Hasen, die frei rumgehoppelt sind. Wieder mal etwas Neues.

Highway 1

Hearst Castle

Seelöwen am Strand entlang Highway 1

Campingplatz

Wanderung am Campingplatz zum Meer runter

Sonnenuntergang am Campingplatz

6.9.2018 Oceano Dunes State Vehicular Recreation Area – Campingplatz im Sand am Strand

Ein besonderes Erlebnis hatten wir am Oceano Dunes SVRA. Hier kann man direkt am Strand, also auf dem Sand neben dem Meer mit dem Wohnmobil oder auch einem Zelt übernachten. Nachdem Gerhard uns am Abend zuvor erzählt hat, dass wir vielleicht am nächsten Tag mit dem Wohnmobil im Sand stecken bleiben und die Flut uns erwischen könnte, waren Johanna und ich eher skeptisch. 

Aber schon mal vorweg: nichts von beidem ist passiert. Wir haben die Nacht gut überstanden. 

Die Fahrt war entspannend, da wir endlich wieder mal Internet und Kontakt nach Hause hatten. Auch eine Dumping Station haben wir noch gefunden. Wir waren also bereit für den Strand. Beim Befahren waren wir etwas nervös, weil wir ja nicht wussten, wie unser Fahrzeug auf den ungewohnten Untergrund reagiert. Auch hat man uns öfters gesagt, wir sollen etwas Luft aus den Reifen ablassen. Das haben wir nicht gemacht, weil es uns zuviel Arbeit gewesen wäre, die Reifen nach dem Strandaufenthalt wieder mit Luft zu befüllen. Lieber ein bisschen Risiko 😉 Der Sand war schlussendlich ziemlich feucht und fest und es sind auch zahlreiche Pick-Ups mit ATVs hinten drauf darüber gefahren. ATVs sind All Terrain Vehicle – also Quads und Buggies, mit denen man am Strand über die Sanddünen rasen kann. Das scheint auch der Hauptgrund für die meisten Leute zu sein, die diesen Camping-Strand besuchen. Neben der "Hauptstrasse" musste man allerdings gut aufpassen, dass man sich nicht selber in den Sand durch zu starkes Bremsen etc.eingegraben hat.

Bis wir den richtigen Platz im Sand gefunden haben, waren wir heftig am diskutieren und es haben natürlich alle mitgeredet. Es war nirgends genau angeschrieben, bis wohin die Flut kommen würde. Also haben wir es schließlich so gemacht wie alle anderen und haben uns ungefähr in einer Linie mit ihnen aufgestellt. Um ca. 19:45 Uhr kam dann die Flut. Sie hat uns nicht erwischt, obwohl das Wasser bis auf 5m zum Wohnmobil rausgespült wurde. Das Wasser des pazifischen Ozeans ist sehr kühl und es war auch windig und neblig, also nichts zum Schwimmen.Das scheint hier allerdings normal zu sein. Der Wind ist sehr stark und die Wellen sind enorm hoch. Der Lärmpegel ist dementsprechend hoch. Gemeinsam mit den Quads war es also sehr laut. Die Kinder haben dennoch mit Freude im Sand gespielt. Die Sonne ist zwar nicht direkt über dem Meer untergegangen, weil Wolken dazwischen waren, aber er war trotzdem schön und aus dieser Perspektive ein einmaliges Erlebnis für uns. Auch das Wegfahren am nächsten Tag hat so gut wie problemlos funktioniert.

4.9.-6.9.2018 Sequoia Nationalpark – Lodgepole Campground 

  

Leider hatten wir auch in unserer Nacht auf dem Kings Canyon Campingplatz keine Bären gesehen. Alle Tiere ließen sich blicken - Eichhörnchen, Erdhörnchen, Bienen, Wespen, Mules,...aber keine Bären.


Also hofften wir weiter - und fuhren zum Lodgepole Campground im Sequoia Nationalpark. Nachdem wir uns im dort sehr großzügig ausgestatteten Store mit neuen Lebensmitteln eingedeckt hatten, fuhren wir mit dem Shuttle zum General Sherman Tree und haben dort den "Congress Trail" - eine ca. eineinhalbstündige Wanderung vorbei am President, am Senat etc. gemacht, wobei es sich jeweils um Mammutbäume handelt, die man so benannt hat.


Und endlich - beim Zurückfahren mit dem Bus haben wir zuerst zwei Bären und dann nochmal zwei Bären am Straßenrand gesehen. Der Höhepunkt kam aber am Campingplatz - hier durften wir eine Mama-Bär mit drei kleinen Bären beobachten, wie sie quer über den Campingplatz marschiert sind. Ein kleiner Bär hat bei einem umgefallenen Holzstamm in einem Wespennest rumgestochert um den Nektar rauszukriegen. Dabei hat er immer versucht die Wespen zu verscheuchen und ist dann schließlich zerstochen weggehüpft. Es hat sehr unbeholfen ausgesehen und war faszinierend zu beobachten. Als wir etwas später zum Wäsche waschen zum Visitor Center rüber spaziert sind, haben wir neben dem Fluss ein männliches Mule Deer gesehen, das nicht gewusst hat, ob es vor dem Bär oder vor uns flüchten soll. Schließlich ist es auf uns zugerannt und direkt neben uns vorbei in den Wald. Dahinter am Fluss unten war Mama-Bär inzwischen mit ihren Kindern und war schon am Raufsteigen. Sie hat es sich dann aber anders überlegt und ist mir Ihrem Nachwuchs weiter den Fluss runtergelaufen. 


Wir waren alle begeistert von dem tollen Erlebnis. Manche Besucher sind wochenlang im Park und sehen keine Bären. Wir durften uns also glücklich schätzen!


Den nächsten Tag begannen wir mit einem Ausflug zum Moro Rock. Der Moro Rock ist eine Granitkuppel mit Panoramablick über den Nationalpark. Allein schon der Weg hier hinauf ist ein Abenteuer: in den Stein geschlagene Treppen, schmale Durchgänge zwischen Steinen - und das alles in schwindelerregender Höhe und mit steilen Felswänden auf beiden Seiten hinunter. Moro Rock ist wunderschön und der Ausblick herrlich.

In der Nähe vom Moro Rock befindet sich der Tunnel Tree, ein umgestürzter Baum, der so ausgehöhlt wurde, dass Autos hindurchfahren können. Den mussten wir uns natürlich auch anschauen, haben das aber zu Fuß gemacht, da auch hier unser Wohnmobil zu groß war um durchzufahren.


Schließlich sind wir noch weiter spaziert zu Tharp´s Log. Tharp ist einer der ersten nicht Indianischen Siedler, der eine Rinderranch unter den Big Trees hatte. Er baute in den 1860ern eine einfache Sommerkabine in und um einen umgefallenen und vom Feuer ausgehöhlten Sequoia-Baum. Bei Regen war es hier drinnen vermutlich nicht so gemütlich…


Auf dem Weg zu Tharp´s Log haben wir Mules gesehen und die längste Zeit einem Murmeltier zugeschaut, wie es auf einem Stein gesessen ist und uns angestarrt hat. Das Murmeltier hatte offensichtlich an uns genauso großes Interesse wie wir an ihm.


Am Abend hat es noch die restlichen Marshmallows zum Grillen gegeben, was die Kinder lieben. Das müssen wir uns für zu Hause merken – Marshmallows gegrillt mit Schoko und Keksen.